Abwrackpremiere im Rendsburg Port

400 Tonnen schwer: So sah das Schleusentor aus Holtenau aus, als es Ende Oktober an der Kaimauer vertäut wurde. Foto: lz
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400 Tonnen schwer: So sah das Schleusentor aus Holtenau aus, als es Ende Oktober an der Kaimauer vertäut wurde. Foto: lz

Spezialunternehmen mit dem Rückbau von zwei Schleusentoren beschäftigt / Probleme mit den Schwerlastkränen sollen bald behoben sein

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22. November 2012, 07:01 Uhr

Osterrönfeld | Eine besondere Ladung befindet sich zurzeit im neuen Schwerlasthafen am Nord-Ostsee-Kanal. Zwei über 100 Jahre alte Revisionstore der Schleusen aus Kiel-Holtenau werden professionell zerlegt.

Die Flammen der Schweißbrenner sind weit zu sehen, Funken fliegen, Rauch steigt immer wieder auf. Fachleute der ITP GmbH aus Soest (Nordrhein-Westfalen) sind dabei, das erste der beiden Schleusentore zu zerschneiden. Die Arbeiten finden auf dem Wasser statt. Die herausgeschnittenen Teile werden mit einem Kran angehoben und auf einer dafür vorbereiteten Terminalfläche für den Abtransport zwischengelagert.

Das Unternehmen ITP, das auf die Zerlegung und Verschrottung nicht mehr benötigter Industrieobjekte spezialisiert ist, hatte sich in einer bundesweiten Ausschreibung gegen seine Mitbieter durchgesetzt und die beiden Tore, die zusammen rund 800 Tonnen wiegen, gekauft. Ende Oktober wurden sie von Kiel-Holtenau nach Osterrönfeld in den Rendsburg Port geschleppt. Während ein Tor bereits zur Hälfte zerteilt ist, "wartet" das andere noch an der Kaimauer. Peter Klarmann, Geschäftsführer der Rendsburg Port Authority, rechnet damit, dass die Arbeiten bis Mitte Dezember abgeschlossen sind.

"Dieser Auftrag erhöht nicht nur die Auslastung des Hafens, sondern zeigt zudem, dass auch komplexe Logistikkonzepte hier ohne Probleme umgesetzt werden können", erläuterte John Herzberg, einer der beiden Geschäftsführer der Betreibergesellschaft Rendsburg Port GmbH, dieses Projekt.

Probleme gibt es noch mit den beiden Schwerlastkränen im Hafen. "Der Tandembetrieb, in dem die beiden Kräne zusammen 250 Tonnen bewegen können, funktioniert noch nicht", erklärte Klarmann. Man habe das bei dem Lieferanten bemängelt, Druck ausgeübt und eine Frist gesetzt. Es sei daraufhin zugesagt worden, dass der Tandembetrieb bis zum 30. November einwandfrei laufe, sagte Klarmann.

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