Sommerfreien digital : „Absolut vorbildlich“: Projekt des Familienzentrums Aukrug bekommt 5000-Euro-Förderung

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Förderung ermöglicht Neuanschaffungen: Familienzentrumskoordinatorin Catrin Liebscher, die Jugendtreff-Teilnehmer Kalle und Moritz sowie Michael Kruse vom DKHW begutachten die neuen „Lego Mindstorms“-Bausätze.

Förderung ermöglicht Neuanschaffungen: Familienzentrumskoordinatorin Catrin Liebscher, die Jugendtreff-Teilnehmer Kalle und Moritz sowie Michael Kruse vom DKHW begutachten die neuen „Lego Mindstorms“-Bausätze.

Mit dem Geld vom Deutschen Kinderhilfswerk wurden iPads, Laptops sowie „Lego Mindstorms“-Bausätze angeschafft.

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30. September 2020, 09:23 Uhr

Aukrug | Mit 5000 Euro unterstützt das Deutsche Kinderhilfswerk (DKHW) ein vorbildliches Medienprojekt des Familienzentrums Aukrug. Mit der Finanzspritze aus Berlin wurde mitten in der Coronavirus-Pandemie ein digitales Angebot auf den Weg gebracht, das den Kindern und Jugendlichen der Gemeinde einerseits die kreativen Möglichkeiten digitaler Technik nahegebracht, gleichzeitig aber auch eine Auseinandersetzung mit den negativen Seiten der sozialen Medien ermöglicht hat.

Das ,Sommerferienprogramm digital‘ des Aukruger Familienzentrums hat den Kindern während der Corona-Zeit ermöglicht, sich digital und kreativ untereinander auszutauschen und so Kontakt zu halten. Das ist ein tolles Projekt, das zur Nachahmung auffordert. Michael Kruse DKHW-Regionalkoordinator
 


Angesichts der pandemiebedingten Kontaktrestriktionen hatte Familienzentrumskoordinatorin Catrin Liebscher den Aukruger Ferienspaß kurzerhand fast komplett ins Internet verlegt. Im Rahmen des „Sommerferienprogramms digital“ gab es eine Vielzahl von Aktionsanleitungen für die Kinder der Gemeinde, die zu Hause in die Tat umgesetzt und zu Dokumentationszwecken gefilmt werden sollten.

Mit den bereits im Frühsommer bewilligten 5000 Euro vom DKHW erwarb Catrin Liebscher vier iPads, zwei Laptops sowie diverse „Lego Mindstorms“-Bausätze. Nachdem diese Neuanschaffungen im Sommerferienprogramm zum Einsatz kamen, werden sie nun in den Jugendtreffs, im Hort und in der Kita genutzt.

In den Jugendgruppen lernen die Mädchen und Jungen mit den iPads zum Beispiel gerade, wie man Filme dreht, und auch die Vorschulkinder der Kita sollen die kreativen Möglichkeiten der digitalen Medien kennenlernen, in allen Gruppen weisen wir aber auch auf die Nachteile insbesondere der sozialen Medien hin. Catrin Liebscher, Familienzentrumskoordinatorin
 

Genau das findet Michael Kruse „absolut vorbildlich“, denn: „Die Kinder sollten möglichst schon in der Kita die nötige Medienkompetenz vermittelt bekommen.“

Die 5000 Euro aus dem Medienfonds des DKHW sind an den Förderverein des Aukruger Kindergartens und Familienzentrums überwiesen worden. „Corona hat gezeigt, welche Vorteile eine digital vernetzte Welt mit sich bringen kann, und wie wichtig eine konstruktive Auseinandersetzung mit deren positiven und negativen Seiten ist – auch schon in jungen Jahren“, meint Fördervereins-Chefin Catrin Liebscher: „Wir sind dem Deutschen Kinderhilfswerk sehr dankbar, dass es mit seiner Förderung dazu beigetragen hat, unseren Kindern vor, während und auch nach den Sommerferien kreative Möglichkeiten für ein soziales Miteinander in schwierigen Zeiten an die Hand zu geben.“

6,6 Millionen Euro für fast 2000 Projekte


Das Deutsche Kinderhilfswerk hat in vergangenen fünf Jahren durch seine Förderfonds 1956 Projekte mit insgesamt 6.602.000 Euro unterstützt. Durch die Fonds erhalten Projekte, Einrichtungen und Initiativen finanzielle Unterstützung, die die Teilhabe von Kindern und Jugendlichen – unabhängig von deren Herkunft oder Aufenthaltsstatus – zum Grundsatz ihrer Arbeit gemacht haben.

Dabei geht es vor allem um Beteiligung im Bereich demokratischer Partizipation, um Chancengerechtigkeit und faire Bildungschancen für benachteiligte Kinder, gesunde Ernährung oder kinder- und jugendfreundliche Veränderungen in Stadt und Dorf, auf Schulhöfen, Kita-Außengeländen oder Spielplätzen. Die Schaffung von sinnvollen Freizeitangebote und Möglichkeiten zur Entwicklung einer kulturellen Identität, zu kultureller Bildung und Medienkompetenz sind ebenso vorrangige Förderschwerpunkte.

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