Hamdorf : Abschied von einer schönen Zeit

Amtswechsel: Otto Oldach und sein Amtsvorsteher-Nachfolger Dirk Reese (links).
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Amtswechsel: Otto Oldach und sein Amtsvorsteher-Nachfolger Dirk Reese (links).

15 Jahre lang war Otto Oldach Amtsvorsteher der Hohner Harde. Jetzt wurde der 71-Jährige in einer Feier verabschiedet. Dabei erhielt der Kommunalpolitiker eine Ehrenurkunde vom Amt.

shz.de von
12. November 2013, 06:00 Uhr

„Geradlinig und ohne Schnörkel – das ist Otto Oldach“, sagte Amtsvorsteher Dirk Reese bei der Verabschiedung seines Amtsvorgängers Otto Oldach. Der 71-Jährige war 35 Jahre lang in der Kommunalpolitik tätig, davon 15 Jahre als Amtsvorsteher der Hohner Harde. Die Feier im Gasthof Lafrenz wurde umrahmt mit Musik von Hans-Peter Rößler und Peter Wommelsdorff sowie Ansprachen der Weggefährten.

Auch Geschenke nahm Otto Oldach entgegen: Vom Amt erhielt er eine Ehrenurkunde für 15-jährige Arbeit als Amtsvorsteher. Außerdem freute sich Oldach über einen „Zuschuss“ zu einem Fahrradurlaub und ein von Hamdorfs Rektor Bernd Tausendfreund gebautes Vogelfutterhaus. Bernd Brommann als büroleitender Beamter der Amtsverwaltung zitierte Salvatore Dali: „Abschied ist zugleich die Geburt der Erinnerung und zugleich die Geburt eines neuen Abschnitts im Leben.“

Otto Oldach amtierte von 1976 bis 2013 als Gemeindevertreter in Hamdorf, war 27 Jahre Schiedsmann im Amt Hohner Harde, 16 Jahre Bürgermeister und 15 Jahre Amtsvorsteher. Er war in leitender Position in der Fischereigenossenschaft Mitteleider aktiv, ist seit 1998 Verbandsvorsteher des Wasserbeschaffungsverbandes Mitteleider, und engagierte sich in seinem Heimatdorf im Sportverein, der Jägerschaft und im Hegering Hohner Harde. Seit 1999 wirkt Oldach in der Diakoniestation und seit 2005 als ehrenamtlicher Richter am Sozialgericht Schleswig mit.

Als Chef, so Brommannn, habe Oldach aufmerksam die Arbeit der Mitarbeiter begleitet und motivierend gefordert. Wer überdurchschnittliche Leistungen zeigte, konnte sicher sein, irgendwann auch befördert und höher bezahlt zu werden. Und zwar in Anlehnung an den BAT nach dem speziellen „HAT“, der da heißt „Hohner Angestellten Tarifvertrag“.

Amtswehrführer Otto Kröger dankte mit einem Foto, und Fockbeks Bürgervorsteher Werner Stave bescheinigte Otto Oldach, dass er die Interessen de Amtes mit seiner ruhigen Sachlichkeit gut vertreten habe.

Und zu guter Letzt sprach „De Ool ut Hohn“, wie sich Hohns Ehrenbürger Werner Kuhrt (87) und Vörgänger von Oldach gern selbst bezeichnet: „Otto, laat di de Tied nich leed doon“. Und der von so viel Ehrungen überwältigte Oldach: „Es war eine schöne Zeit, ich bereue keine Stunde.“

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