Abschied von Ammon nach 46 Jahren

von links: Der neue Ehrenbürger von Prinzenmoor August Ammon mit den ausgeschiedenen Gemeinevertretern Petra Peters und Heiko Frahm, Ammons langjähriger Gemeindekamerad Peter Frahm und jetziger amtierender Bürgermeister Uwe Dau
von links: Der neue Ehrenbürger von Prinzenmoor August Ammon mit den ausgeschiedenen Gemeinevertretern Petra Peters und Heiko Frahm, Ammons langjähriger Gemeindekamerad Peter Frahm und jetziger amtierender Bürgermeister Uwe Dau

Prinzenmoorer Unikat verlässt die Politik

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24. Juli 2018, 11:37 Uhr

46 Jahre im Gemeinderat – davon 20 Jahre als Bürgermeister von Prinzenmoor. Für dieses ehrenamtliche Engagement wurde August Ammon jetzt als Ehrenbürger und Ehrenbürgermeister von der Gemeinde geehrt. Fast 50 Gäste waren zu Ammons Verabschiedung ins Gemeindehaus nach Prinzenmoor gekommen.

Holger Diehr erzählte von seiner ersten Begegnung mit Ammon. Mit den Worten: „Wir wollen Breitband haben in Prinzenmoor!“, hatte sich der Bürgermeister bei dem Leitenden Verwaltungsbeamten des Amtes Hohner Harde vorgestellt. Diehr lobte August Ammon, der sich „Jahrzehnte fürs Gemeinwohl engagiert hat und somit ein Vorbild für alle anderen ist.“

Siem Sievers, stellvertretender Bürgermeister von Prinzenmoor, erinnerte an Ammons erste Aktion als Bürgermeister: Er sorgte für den Ausbau der Teerstraße von Prinzenmoor nach Langenberg.

Aber auch in der Freiwilligen Feuerwehr war Ammon aktiv. Während seiner Zeit im Gemeinderat wurden drei Feuerwehrautos angeschafft. Das Feuerwehrhaus wurde mehrmals umgebaut, oft mit einem großen Anteil an Eigenleistung. 33 Jahre lang war der Bürgermeister außerdem Wehrführer – eine Leistung, für die er 2013 mit dem Bundesverdienstkreuz geehrt wurde.

Seine Erfahrungen im Baugewerbe nutzte August Ammon oftmals in seiner ehrenamtlichen Arbeit – zum Beispiel als Bauleiter für das Hamdorfer „Huus bi de Kaak“ während seiner Zeit im Kirchenvorstand. Bei diversen An- und Umbauten in der Wohn- und Pflegeeinrichtung Hohenheide trug er maßgeblich dazu bei, dass das frühere Armenhaus in die moderne und angesehene Pflegeeinrichtung von heute verwandelt wurde. 15 Jahre lang war er hier zudem Verwaltungsratsvorsitzender. Und so war dann auch die erste Vorsitzende des Fürsorgezweckverbands der Wohn- und Pflegeeinrichtung Hohenheide, Margot Barth, zum Abschied gekommen.

Doch Ammon hatte noch mehr Energie: Mit großem Engagement arbeitete er insgesamt zehn Jahre an der Dorfchronik, deren Exemplare mittlerweile ausverkauft sind.

Das letzte Wort der feierlichen Veranstaltung hatte Ammon selbst. In erster Linie bedankte er sich bei seiner Frau Elke, die sein vielfältiges Engagement immer mitgetragen habe. Weiterhin bedankte er sich bei seiner Gemeinde „mein Prinzenmoor“ mit den Worten: „Alles hat ein Ende. Ik müch mi hartlich bedanken, dat ju mi in Prinzenmoor so lang utholen hepp un ik heff mi nich mit een Menschen anleng müss.“

Den Dank und die Anerkennung für die Leistungen und den Menschen Ammon brachten die Gäste mit einem langen Applaus zum Ausdruck und an allen Tischen war man sich einig. „Dieses Unikat wird in der Kommunalpolitik fehlen.“

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