Abschalten für den Neustart

Die neue Kuppel wird gegenüber dem Vorgängermodell deutlich schrumpfen.
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Die neue Kuppel wird gegenüber dem Vorgängermodell deutlich schrumpfen.

Radarstellung in Brekendorf wird umgerüstet / Neues digitales Weitbereichsradar ersetzt analoge Technik

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11. Juni 2014, 16:49 Uhr

Die Kuppeln (Radome) der Radarstation auf dem Lehnsberg bei Brekendorf prägten über Jahrzehnte das Landschaftsbild der Hüttener Berge. Nach zahlreichen Umstrukturierungen ist bis zuletzt eine Kuppel geblieben, doch auch diese ist jetzt im Zuge der jüngsten Modernisierung abgebaut worden. Am 12. Mai wurde die Radarstation für die umfangreiche Umrüstung abgeschaltet. Zeitgleich werden die Überwachungsaufgaben durch die verbliebenen Radargerätestellungen wahrgenommen.

Die Bundeswehr modernisiert nach und nach die eigene Luftraumverteidigung mit Langstreckenradaren vom Typ Ground Master GM 406F. Bundesweit werden sechs veraltete Medium-Power-Radar-Systeme ausgetauscht werden. Eines davon in Brekendorf. In Auenhausen (Kreis Höxter) ging im Juli 2013 die erste Anlage in Betrieb. Weitere Systeme sind auf einer Nord-Süd-Achse in Visselhövede in Niedersachsen, Erndtebrück in Nordrhein-Westfalen, Lauda-Königshofen in Baden-Württemberg und Freising in Bayern installiert. Die komplette Umrüstung soll 2015 abgeschlossen sein. Die Radome der neuen GM 406F haben einen Durchmesser von circa zwölf Metern. Rund 100 Millionen Euro investiert die Bundeswehr in dieses Projekt. So soll die deutsche Luftraumüberwachung von der Nordsee bis zu den Alpen verbessert werden.

„Die alten analogen Systeme sind über 40 Jahre alt“, sagt Leutnant und Projektoffizier René Budde. Das neue digitale Großraumradar erfasse wie sein Vorgängermodell einen Radius von 450 Kilometer. „Und das bei geringerer Sendeleistung“, betont Budde. Am Auftrag des vom Mutterhaus in Erndtebrück bei Siegen „abgesetzten Technischen Zuges 245“ in Brekendorf, den Luftraum über der Bundesrepublik Deutschland zu überwachen, ändere sich nichts.

Die aus glasfaserverstärktem Kunststoff (GFK) bestehende Kuppel wurde bereits von einer Spezialfirma abgebaut. Den Ausbau der Technik in den Gebäuden übernimmt die Truppe selbst. Die Antenne soll heute deinstalliert werden. Etwa eine Woche dauern diese Arbeiten. „Die Antenne wird im Luftwaffen-Museum in Berlin-Gatow wieder aufgebaut“, sagt Stabsfeldwebel Thomas Weitz. Dort könne sie dann besichtigt werden.

Ende September soll mit der Einrüstung der neuen Anlage begonnen werden, nach einer Testphase solle diese dann im Frühjahr 2015 an den Start gehen. „Alle Radartechniker werden dafür umgeschult“, erläutert Leutnant Budde den weiteren Ablauf.

Derzeit sind in der Radarstation neun zivile Mitarbeiter und 28 Soldaten beschäftigt. „Die Zahl wird sich reduzieren“, kündigt Budde an. Um seinen Job fürchten müsse aber niemand. Die Verträge von Zeit- und Berufssoldaten würden im Laufe der nächsten Jahre auslaufen, Neueinstellungen seien dann nicht mehr vorgesehen.

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