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Schiffbrückenplatz : Abriss für neues Leben im Stadtkern

vom
Aus der Redaktion der Landeszeitung

Die Bauarbeiten für ein neues Wohn- und Geschäftshaus am Schiffbrückenplatz haben begonnen. In der nächsten Woche beginnt der Abbruch.

Die Wohnungen oben wirken bewohnt. In den Fenstern hängen noch Gardinen, zu sehen sind Blumen und Lampen. Doch der erste Eindruck täuscht. Das gelbe Haus am Schiffbrückenplatz steht seit Monaten leer. Und nun naht das Ende: Am Montag rückten Mitarbeiter des Abbruchunternehmens „Elly Nickels“ an. Sie sperrten den Platz vor dem Gebäude weiträumig ab. In der kommenden Woche beginnen die Abrissarbeiten. Bis Mitte März wird an der sonnigen Ostseite des Schiffbrückenplatzes ein zwölf Meter breites Loch klaffen. Es wird dank der Investition der Fockbeker Bernhard und Kerstin Scheil durch ein neues Wohn- und Geschäftshaus mit Gastronomiebetrieb im Erdgeschoss gefüllt werden. Der Baubeginn ist für den frühen Sommer geplant.

„Alle Genehmigungen der Behörden liegen vor“, meldete Bauleiter Ralf Voßeler von der Firma „Elly Nickels“, die zur von den Scheils geführten „Ehrich“-Gruppe zählt. Zu Wochenbeginn besichtigte ein Fledermaus-Experte im Auftrag der Unteren Naturschutzbehörde das Haus. Ergebnis: Es wurden keine Tiere im Winterquartier gefunden. Damit war die letzte bürokratische Hürde vor dem Abriss genommen.

Klar zur Demontage ist das Gebäude allerdings noch nicht ganz. Im Auftrag der Bauherrin Kerstin Scheil werden mehrere historische Holzbalken und Einrichtungsgegenstände in Sicherheit gebracht. Auf dem Dachboden lag eine alte Truhe, auch eine mechanische Sackwaage blieb in der Ruine zurück. Sie sollen restauriert und nach Möglichkeit in den Neubau integriert werden.

Die Front des neuen Hauses bekommt ein dänisches Sichtmauerwerk – ein dünner Wischputz lässt die darunter liegenden Steine durchschimmern. „Geplant ist im Erdgeschoss eine Mischung aus Bistro und Café mit 60 Plätzen. Oben entstehen zwei Wohnungen. Die Fassade lehnt sich an die historische Vorgabe an“, sagt der Fockbeker Architekt Hans Eggert Bock, der den Schiffbrückenplatz von Berufs wegen genau kennt – er hat schon die Schiffbrückengalerie vis-à-vis mitgestaltet.

Eine große Unbekannte gibt es in dem Bauvorhaben am belebtesten Pflaster der Stadt noch. Bietet der Untergrund genügend Halt oder müssen Pfähle tief in den Boden getrieben werden? Bei der Schiffbrückengalerie waren 430 Stützen vonnöten. Bock: „Eine Baugrunduntersuchung nach den Abrissarbeiten wird Klarheit geben.“

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erstellt am 06.Feb.2014 | 06:00 Uhr

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