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Leere Haushaltskasse : Abrechnung zum Jahresende

vom
Aus der Redaktion der Landeszeitung

Leere Haushaltskasse in Nortorf: Die Stadt muss das Defizit durch einen Kredit ausgleichen. Weniger Einnahmen durch Gewerbesteuern und höhere Ausgaben als geplant, sind Grund für das Defizit. Die Schulden erhöhen sich auf über vier Millionen Euro.

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erstellt am 14.Dez.2013 | 10:37 Uhr

Die Haushaltskasse in Nortorf ist leer. Grund: Die Gewerbesteuereinnahmen fallen geringer aus, als erwartet. Bislang war man von rund zwei Millionen ausgegangen, daran fehlen jedoch etwa 70 000 Euro. Hinzu kommen höhere Ausgaben als geplant, wie die Vorsitzende des Finanzausschusses, Angelika Bretschneider (Bündnis 90/Die Grünen), im Gespräch mit der Landeszeitung erklärt.

Die Rücklage von 320 000 Euro wird komplett in den Haushalt fließen, so dass die Stadt Ende 2014 nichts mehr auf der hohen Kante hat. Zusätzlich muss Nortorf einen Kredit von 400 000 Euro aufnehmen, um die Finanzierungslücke im Vermögenshaushalt zu decken. Die Schulden der Stadt belaufen sich dann wieder auf über vier Millionen Euro. „Wir bemühen uns nach und nach die Schulden abzubauen“, erklärt Bretschneider, „aber einige Investitionen müssen getätigt werden, und wir haben mit ein bisschen Luft nach oben kalkuliert.“ In der Stadtverordnetenversammlung am kommenden Dienstag müssen die Kommunalpolitiker über den Haushalt abstimmen.

Bretschneider hat aber auch positive Nachrichten: Im nächsten Jahr kann Nortorf mit allgemeinen Schlüsselzuweisungen von rund einer halben Million Euro rechnen. Zwar kann die Stadt über die Verwendung des Geldes selbst entscheiden, ist aber dazu gehalten, die Finanzmittel für übergemeindliche Aufgaben zu verwenden. Daher sehen die Stadtverordneten folgende Verteilung vor:

> Für das Museums-Defizit sind 8 500 Euro.

> Für das Defizit in der Stadtbücherei 110 300 Euro.

> Zuweisungen an die Volkshochschule 15 000 Euro.

> Dem Jugendtreff kommt mit 160 200 Euro die zweithöchste Summe zugute.

> Die Schwimmfahrten werden mit 6500 Euro gefördert.

> Für die außerschulische Nutzung der Sportanlagen werden 180 100 Euro zur Verfügung gestellt.

> Die Umgestaltung des Hofes der Grundschule wird mit 10 000 Euro geplant.

> Für die Sanierung der Beleuchtung in der Sporthalle in der Marienburger Straße und im Grundschulzentrum (jeweils außerschulischer Teil) sollen 32 700 und 27 900 Euro ausgegeben werden. Mit diesen neun Vorhaben sind die Schlüsselzuweisungen komplett ausgeschöpft, wenn die Stadtverordneten dem so zustimmen.

Eine der wichtigsten und höchsten Ausgabe im kommenden Jahr sieht Angelika Bretschneider in dem Ausbau der Hohenwestedter Straße. Die Kosten dafür belaufen sich auf 600 000 Euro, trotz der Anliegerbeteiligung eine hohe Summe. Auch der DRK-Kindergarten sei stark sanierungsbedürftig. Die Frage nach einer möglichen Erweiterung stehe allerdings noch im Raum. Das Motto im kommenden Haushaltsjahr laute „splitten“. Bretschneider fügt hinzu: „Wir müssen zunächst die wichtigsten Punkte abarbeiten, alles andere können wir auch im nächsten Jahr über den Nachtragshaushalt machen.“

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