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Landeszeitung

23. August 2017 | 21:33 Uhr

Eingeworfen : Abpfiff für den Nachwuchs?

vom
Aus der Redaktion der Landeszeitung

Sportredakteur Tobias Stegemann kommentiert die Probleme bei der Nachwuchsgewinnung von Fußball-Schiedrichtern.

Die Schiedsrichtergilde pfeift – und zwar aus dem letzten Loch. Die seit Jahren rückläufigen Zahlen haben einen neuen Tiefststand erreicht. Nur noch 25 Anwärter aus dem Kreis Rendsburg-Eckernförde meldeten sich in diesem Jahr, um sich zukünftig von Spielern, Trainern und Zuschauern bepöbeln – oh pardon – kritisieren zu lassen. Nein, der Job des Fußball-Schiedsrichters ist alles andere als einfach und wird offenbar immer unbeliebter. Warum? Ohne Frage sind es nicht nur die bisweilen harten Worte von Außen, die einem jungen Unparteiischen den Spaß an der Pfeife nehmen. Wenn man sich aber das Gebaren einiger Damen und Herren an der Seitenlinie und auf dem Platz anschaut, ertappt man sich selbst bei dem Gedanken, dass man sich das auch nicht antun würde. Allerdings sei an dieser Stelle auch gesagt, dass das Feldherrengehabe einiger Pfeifenmänner bisweilen ein gerechtfertigtes Kopfschütteln auslöst. Hinzu gesellt sich eine Vielzahl von weiteren Gründen. Sei es die mangelnde Unterstützung durch die Vereine, die mäßige Bezahlung oder der fehlende Eigenantrieb.

Die Verbände tun sich offenbar schwer, die Attraktivität nachhaltig zu steigern. Die Zahlen belegen das. Analog zum Rückgang des Schiedsrichternachwuchses dürfte eine andere statistische Größe in Zukunft ansteigen, nämlich die Zahl der Strafen für zu wenig gemeldete Schiedsrichter. Seit dieser Saison gibt es Punktabzüge für die Mannschaften der Vereine, die die geforderten Meldezahlen nicht erfüllen.

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erstellt am 09.Feb.2014 | 14:15 Uhr

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