Berufsbildungszentrum : Abitur ab sofort auch in Kropp

An der Kropper Gemeinschaftsschule ist das BBZ mit seinem Angebot Mieter. 29 Abi-Plätze können besetzt werden. Foto: Mai
An der Kropper Gemeinschaftsschule ist das BBZ mit seinem Angebot Mieter. 29 Abi-Plätze können besetzt werden. Foto: Mai

BBZ wird zum Filialbetrieb für gymnasiale Oberstufen. Die Bewerbungsfrist für das Kropper Angebot geht noch bis zum 28. Februar.

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16. Februar 2013, 08:52 Uhr

Schleswig/Kropp | Das Berufsbildungszentrum in Schleswig bildet seit Jahren nicht nur die meisten Abiturienten im Kreis Schleswig-Flensburg aus, sondern hat sich auch zu einem wachsenden Filialbetrieb in Sachen Abitur entwickelt. "Unsere Schülerzahlen in Süderbrarup und Kappeln haben sich stabilisiert", erklärte Schulleiter und BBZ-Geschäftsführer Hans-Hermann Henken im Kulturausschuss und kündigte an, dass ab dem kommenden Schuljahr zudem ein neuer Abiturzweig in Kropp angeboten werden soll. Das wäre neben Schleswig, Süderbrarup und Kappeln der vierte Standort, an dem das BBZ mit eigenen Lehrkräften und unterschiedlichen Profilen als berufliches Gymnasium Oberstufen betreibt.

Im Sommer werden am BBZ Schleswig voraussichtlich rund 200 Jugendliche gemeinsam ihr Abitur feiern können. Erstmals werden auch Schüler des Kooperationszweigs an der Süderbraruper Thorsbergschule dabei sein.

Das berufliche Abitur neben der Hochschulreife von Gymnasium und neuerdings Gemeinschaftsschule ist keineswegs neu. Dass allerdings dieses Angebot zunehmend dezentral gemacht wird, ist im Kreis eine Errungenschaft, die sich durchsetzen musste, und dies in Kappeln und Süderbrarup schnell tat. Derzeit läuft zudem die Anmeldefrist für die ersten 29 Plätze in Kropp mit Wirtschaftsprofil.

Dass das BBZ diese Angebote machen kann, ist nicht zuletzt dem demographischen Wandel geschuldet. Denn während die Gemeinschaftsschulen auf grünes Licht aus dem Bildungsministerium angewiesen sind, wenn sie eine neue gymnasiale Oberstufe einrichten wollen, kann das BBZ seine regionalen Angebote in Kooperation mit den regionalen Schulträgern beschließen - einzige Voraussetzung: Es dürfen keine neuen Lehrerplanstellen geschaffen werden.

Und das gelingt nur, wenn im Gegenzug zur Einrichtung eines externen Gymnasialzweigs am BBZ in Schleswig Kapazitäten in gleicher Größenordnung eingespart werden können. Im Falle von Süderbrarup und Kappeln war dies der Fall. Um das Kropper Gymnasialangebot zu stemmen, wird am BBZ ähnlich verfahren. "Im Grunde bauen wir also keine neuen Kapazitäten auf, sondern strukturieren nur um", sagt Henken.

Eine deutlich größere Belastung bedeutet das Umschichten in dezentrale Angebote für Lehrkräfte, die zu einer Außenstellen pendeln müssen. Weil die Schulleitung dies weiß, wurde in Schleswig das Kollegium befragt, bevor die Kropper Pläne in die heiße Phase gingen. Henken: "Die Resonanz bei unseren Lehrern war aber so groß, dass wir in Kropp starten können."

www.bbzsl.de

www.eckener-schule.de

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