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Schulabschied : Abistreiche werden präzise geplant

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Abstimmung mit der Schulleitung gehört zum guten Ton. "Wir müssen uns wie Gäste verhalten". Wann es losgeht, wird nicht verraten.

shz.de von
erstellt am 07.Mai.2013 | 08:20 Uhr

Rendsburg | Der Abschied von der Schule nach bestandenen Abschlussprüfungen ist für viele Schüler ein ganz besonderes Ereignis. Und das wird auch ganz besonders begangen. Die teils beliebten und teils auch gefürchteten Abistreiche zeichneten sich in der Vergangenheit nicht immer nur durch kreativ-witzige Aktionen aus - sie gerieten teilweise auch durch extremen Überschwang außer Kontrolle. Die LZ-Jugendredaktion hat sich an den Rendsburger Gymnasien umgehört und planende Abiturienten sowie Schulleitung befragt, was sie von den Abistreichen halten und welche Erfahrungen sie aus den letzten Jahren mitnehmen konnten. Details wie der Tag, an dem die Streiche stattfinden, wurden allerdings nicht verraten, um die Spannung zu erhalten.

Am Gymnasium Kronwerk sind sich Organisatoren und Schulleitung einig bei der Planung. Wie in jedem Jahr wird das traditionelle Fußballspiel der Abiturienten gegen die Lehrer stattfinden. Hauptverantwortlich sind Tobias Birk und Luka Hansen: "Der Grund für die Abistreiche ist, dass wir unseren Abgang von der Schule gebührend feiern möchte. Ohne die Überraschung zu verderben, können wir voraussagen, dass es sehr lustig werden wird, im Vergleich zu den letzten Jahren allerdings weniger extrem. Die Schulleitung war sehr kooperativ und hat gute Impulse gegeben", sagten beide.

Schulleiterin Renate Fritzsche äußert sich ebenfalls positiv über die Kooperation der Schüler: "Natürlich wird jeder Abistreich von einem anderen Jahrgang geplant. Ich plane mit diesem im Voraus, was möglich ist und was nicht. Allerdings wird von den Abiturienten unterschätzt, was es heißt, 800 Schüler einen Vormittag lang zu unterhalten; daher haben wir uns auf zwei Stunden beschränkt und selbst in dieser kurzen Zeit tritt schon Langeweile bei den jüngeren Schülern auf."

Auch an der Herderschule hat der Abistreich eine langjährige Tradition: "Der Abistreich wird gemacht, weil wir Schüler die Gelegenheit haben sollen, uns von der Schule zu verabschieden", sagt eine Organisatorin, die aufgrund der noch laufenden Vorbereitungen und dem Überraschungseffekt nicht namentlich genannt werden möchte. "Wenn man neun Jahre hier zur Schule gegangen ist und sein Abitur dann endlich geschafft hat, möchte man das auch gebührend feiern und da gehört so ein Abistreich einfach mit dazu." Das Komitee ist an der Herderschule mit 13 Organisatoren aus dem 13. Jahrgang üppig besetzt. Die Planungen sollen nicht spontan und chaotisch ablaufen, sondern werden mit den Lehrern und Hausmeistern abgesprochen. Natürlich gibt es bei den Aktivitäten des Abistreichtages auch absolute No-Gos: "Es geht natürlich überhaupt nicht, dass irgendetwas oder womöglich irgendjemand an diesem Tag zu Schaden kommt. Wir sind schließlich nach den mündlichen Prüfungen offiziell nur noch Gäste an der Schule und müssen uns dementsprechend auch so verhalten."

Schon seit Oktober wird geplant. Offensichtlich steckt hinter dem Spaßtag am Ende des Schullebens viel Arbeit.

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