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Vorsorge gegen Vogelgrippe : „Aber meine Kunden wollen Freilandeier“

vom
Aus der Redaktion der Landeszeitung

Zum Schutz vor der Geflügelpest hat der Kreis Rendsburg-Eckernförde Schutzmaßnahmen verfügt. Die Anordnung gilt für Betriebe und private Züchter.

Seit gestern gilt die Stallpflicht für Geflügel in bestimmten Risikogebieten (wir berichteten). Das Landwirtschaftsministerium hat diese zum Schutz vor der Geflügelpest angeordnet. Die Hühner von Jürgen Schröder scharrten gestern weiterhin im Freien. Denn seine Ställe des „Wittenseer Hühnerhofs“ in Klein Wittensee sind 700 Meter vom Ufer des Wittensees entfernt. Im Kreis Rendsburg-Eckernförde gilt eine Schutzzone von 500 Metern an Binnenseen über 50 Hektar Größe sowie an Flüssen, Bundeswasserstraßen und EU-Vogelschutzgebieten, der Schutzstreifen entlang der Ostseeküste und der Schlei ist drei Kilometer breit.

Diese Anordnung zur Aufstallung von Geflügel hat der Kreis Rendsburg-Eckernförde gestern auf seiner Internestseite veröffentlicht. Bettina Badberg-Schröder vom „Wittenseer Hühnerhof“ schaute genau hin, um sicher zu gehen, dass es im Kreisgebiet keine Vergrößerung der Schutzgebiete gibt. Denn diese könnte der Kreis anordnen, falls er dazu eine Veranlassung sieht.

Auf dem „Wittenseer Hühnerhof“ werden 29 000 Legehennen gehalten, etwa 16 000 davon als Freilandhühner. „Freilandhaltung bedeutet aber auch, dass für jedes Huhn ein Stallplatz vorgehalten wird“, machte Jürgen Schröder deutlich. Wenn eine Stallpflicht angeordnet würde, könnte er sie ohne große Probleme umsetzen. Die Hühner seien nur bei Tageslicht draußen, bei Dunkelheit im Stall. „Und bei Schnee gehen sie gar nicht erst raus.“ Das Problem einer Stallpflicht sei für ihn, dass er dann keine „Eier aus Freilandhaltung“ anbieten könne, sagte Schröder. Deshalb sei eine vorsorgliche Aufstallung seiner Legehennen auch keine Option. „Denn meine Kunden wollen Freilandeier.“ Die Anordnung für die Aufstallung von Geflügel gilt nicht nur für Betriebe, sondern auch für private Halter.

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