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Landeszeitung

23. Oktober 2017 | 05:20 Uhr

Abenteuer aus der „Wunderkiste“

vom
Aus der Redaktion der Landeszeitung

Projekt für naturwissenschaftliches Lernen an Kindertagesstätten gestartet / Kita-Plätze Beratungspunkt im Sozialausschuss

shz.de von
erstellt am 26.Aug.2013 | 19:35 Uhr

Das Abenteuer kann beginnen. Gestern fiel im Gebäude der als Trägerin fungierenden Volkshochschule der offizielle Startschuss für das Projekt „Wunderkiste“, mit dem die Jungen und Mädchen in den Kindertagesstätten aus Rendsburg und Umgebung spielerisch an die Umwelt und das naturwisssenschaftliche Lernen herangeführt werden sollen. Ermöglicht wird das zunächst auf zwei Jahre angelegte Experiment, das Kosten von rund 50 200 Euro verursacht, durch die Unterstützung von Stiftungen und Privatunternehmen.

„Ich hätte bis unter die Decke springen können“, gab VHS-Leiter Rainer Nordmann seiner Freude darüber Ausdruck, dass es im Zeitraum von vier Monaten gelungen ist, die Spendengelder einzuwerben. Die Anregung zu dem Projekt stammt nach einem Berliner Vorbild von der als Förderin auftretenden Bürgerstiftung Region Rendsburg. Ihr Vorstand Hans Valdorf hatte weitere Einrichtungen gebeten, das ehrenamtliche Engagement aufzugreifen, mit dem unter anderem der Schülerpreis ins Leben gerufen und die musikalische Früherziehung im Vorschulbereich begleitet wurde. Die Pressestiftung Flensburg, die Stiftung Spar- und Leih-Kasse, das Diakonische Werk und die Fiehn-Stiftung, vertreten durch Rendsburgs Bürgermeister, ließen sich daraufhin nicht lange bitten. „Das zauberhafte Projekt“ liege der Stadt, die schließlich auch dessen Nutznießerin sei, sehr am Herzen, betonte Pierre Gilgenast. Auch das Hobby-Wohnwagenwerk ist mit einem Betrag vertreten.

Die vier städtischen Kitas Butterberg, Neuwerk, Villa Kunterbunt und Stadtpark wollen auf jeden Fall dabei sein, wenn, wahrscheinlich ab Oktober, die „Wunderkiste“ auf Tournee geht. Der Pkw dieses Namens soll mit allen Materialien beladen sein, die für das Projekt benötigt werden. „Lotsinnen“ durch die Naturwissenschaften sind Landschaftsplanerin und Diplomingenieurin Franziska Helle und die für Fortbildung der Erzieherinnen zuständige Umweltpädagogin und Diplombiologin Dr. Svenja Tidow. Die kleinen Abenteurer sollen sich auf den Gebieten Botanik, Körper, Physik, Chemie, Ressourcen sowie Zeit und Kreisläufe mit jeweils fünf Baumarten, Sinnen, Farben, „weißen Pulvern“, Müllarten und Jahreszeiten vertraut machen.

Mit dem Thema Kindertagesstätten befasste sich gestern Abend auch der städtische Sozialausschuss. „Wir müssen nachlegen“, befand Fachbereichsleiter Bürgerdienste Herbert Schauer angesichts einer Quote von etwa 20 Prozent von Plätzen für unter Dreijährige in Rendsburg (wir berichteten). Bundesweit liegt die Messlatte seit 1. August auf 35 Prozent. Zu versorgen wären 546 Kinder, angeboten werden können zurzeit 100 Krippen- und 25 Tagesmütterplätze. Bis zum Jahresende oder -beginn werden jeweils 20 Stellen an den Einrichtungen Neuwerk und „Rasselbande“ Mastbrook hinzukommen.

Positiv beschieden wurde die durch Betriebsansiedlungen wie Repower ausgelöste Anfrage des Elternselbsthilfevereins der Kita „Wunderwesen“, zehn weitere Plätze einzurichten. Geprüft wird, ob auf dem Butterberg ein Einzel- den nicht möglichen Anbau ersetzen kann. Dadurch würde die Spielfläche kleiner. Abgewartet werden soll der Abschluss der Verhandlungen von Bürgermeister Pierre Gilgenast mit der Kirchengemeinde St. Jürgen zum Kauf des Pastorats Seemühlen-Nord. Hier könnte neben einer Begegnungsstätte für Senioren auch eine altersgemischte Kita-Gruppe einziehen.


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