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Kanaltreff für Sehestedt : Abbruch- und Aufbruchstimmung

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Aus der Redaktion der Landeszeitung

Die Gemeinde Sehestedt erhält anstelle des altes Imbiss-Baus ein neues Gebäude mit Markttreff. Mit dem Abriss wird voraussichtlich im Februar begonnen. Die Neu-Eröffnung ist für Herbst geplant.

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erstellt am 20.Jan.2016 | 18:32 Uhr

Die ersten Rodungsarbeiten haben begonnen, Tische und Bänke sind weggeräumt, die Fritteusen abgebaut und die Überdachung der Terrasse bekommt der Kindergarten. Am Imbiss in Sehestedt herrscht Abbruch- und Aufbruchstimmung. Ein Markttreff in Kombination mit überdachtem Imbiss soll anstelle des einfachen Baus entstehen. „Die Gelder sind bewilligt“, freut sich Bürgermeisterin Rita Koop (siehe Infokasten).

Die Imbissbude – Slogan: Die Wurst mit Panoramablick – liegt auf einer Anhöhe auf der Kanalnordseite und bietet ihren Gästen auf diese Weise einen hervorragenden Blick über den Wohnmobilstellplatz hinweg auf die künstliche Wasserstraße und die vorbeiziehenden Schiffe. Bisher gab es aber nur einen winzigen Raum. Bei schlechtem Wetter gab es für die Gäste also kaum Schutz. Das soll sich mit dem neuen Gebäude ändern.

Der Bau der neuen Zufahrtsstraße und die Abrissarbeiten sollen nun ausgeschrieben werden, erklärt die Bürgermeisterin. Auch für eine neue Abwasserleitung muss gesorgt werden. Ursprünglich sollte die Leitung gemeinsam mit dem „Landkrug“ genutzt werden. Der zusätzliche Bau verursacht zusätzliche Kosten – die wurden von der Gemeindevertretung bereits abgesegnet.

Für Imbiss-Pächter Holger Petersen bricht ein hartes Jahr an. Doch entgegen manchen Unkenrufen hat er den kleinen Gastrobetrieb in den vergangenen Jahren zum Erfolg geführt. Nicht nur Sehestedter genießen hier die Currywurst, auch Radler, Spaziergänger und Motorradfahrer. Trotz Abriss müssen sie alle auf den kultigen Treffpunkt nicht verzichten. Momentan lässt Petersen einen Imbiss-, einen Lager- und einen Kühlwagen herrichten, um diese während des Sommers unten am Kanal aufzustellen. „Ich wollte gerne im März aufmachen“, sagt er. Doch das ist vom Wetter abhängig.

Noch ungeklärt ist die Toilettenfrage. Bisher standen den Gästen jene im Freizeitpark zur Verfügung. Doch der Weg dahin wird durch die Bauarbeiten gesperrt sein. Es gibt mehrere Ideen. Und zur Not, so Rita Koop, „stellen wir ein Dixi-Klo auf“. Wenn der Neubau erst mal fertig ist, tritt auch hier eine Verbesserung ein. Im Gebäude werden Toiletten vorhanden sein. Außerdem wird eine neue Zufahrt entstehen. Sie wird von der Dorfstraße zum Markttreff führen; auch Parkplätze sind vorgesehen. Das Grundstück konnte die Gemeinde nach langen Verhandlungen 2015 kaufen.

Der Abriss der alten Anlagen erfolgt voraussichtlich Anfang Februar – je nach Wetterlage, erklärt die Bürgermeisterin. Rita Koop und Holger Petersen hoffen, dass der „Kanaltreff“ dann im Herbst eröffnet werden kann – wahrscheinlich mit einer Info-Station, an der sich die Gäste über die vorüberziehenden Schiff schlau machen können. Als Erkennungszeichen wird der kleine Leuchtturm bleiben. Und die Currywurst, verspricht Holger Petersen, werde es in gewohnter Qualität geben.

Kurz notiert

> Der Zuwendungsbescheid vom Ministerium für Energiewende, Landwirtschaft, Umwelt und Ländliche Räume für den Bau eines Markttreffs wurde offiziell Ende 2015 übergeben.

> Die Gemeinde erhält 750  000 Euro aus Landes- und Bundesmitteln im Rahmen der Gemeinschaftsaufgabe Agrarkultur und Küstenschutz. Das ist der Höchstsatz.

> Gebaut wird ein „Kanaltreff“ – ein Marktreff mit angrenzendem Imbiss. Dieser erhält neben der Verkaufsfläche einen Gastraum für 30 Personen, einen Gemeinschaftsraum für die Sehestedter und eine überdachte Außenterrasse. Gesamtfläche: rund 330 Quadratmeter.

> Der „Kanaltreff“ wird ganzjährig geöffnet sein und im Laden überwiegend regionale Produkte anbieten.

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