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Abbilder der Heimatliebe in vielen Variationen

vom
Aus der Redaktion der Landeszeitung

shz.de von
erstellt am 14.Dez.2013 | 00:35 Uhr

Anderthalb Jahre lang wurden die Schätze sorgsam im Archiv verwahrt, jetzt kommt eine ganze Reihe von ihnen an die Öffentlichkeit. Heute wird in den Museen im Kulturzentrum die bereits damals von ihrem Leiter Dr. Martin Westphal angekündigte Ausstellung „Rendsburg und Umgebung in alten Photographien“ mit 59 Schwarz-Weiß-Aufnahmen von Theodor Möller eröffnet.

113 Fotos, sämtlich Handabzüge von Glasnegativen, hatte Ingo Flemming im Juni 2012 im Namen von Günther Fielmann als Schenkung im Hohen Arsenal überreicht. Jetzt präsentierte der Rendsburger Filialleiter gemeinsam mit Westphal, dem Fielmann-Kunstbeauftragten Jürgen Ostwald und Kuratorin Marion Bejschowetz die in der Zeit von 1906 bis 1939 entstandenen historischen Bilder, die zu einem Drittel Rendsburger Stadtansichten zeigen.

Das Alte Rathaus in mehreren Varianten, eine Häuserzeile in der Schleuskuhle, ein bis auf die altmodisch anmutenden Schiffe fast unveränderter Obereiderhafen mit Blick auf die Carlshütte und das alte Zollhaus in der Hollesenstraße legen unter anderem Zeugnisse der Vergangenheit ab. Einen weiten Blick lässt der gelernte Lehrer, der sich 1924 vom Schuldienst freistellen ließ, in die Region schweifen. Zu sehen sind niederdeutsche Fachhallenhäuser in Fockbek aus dem Jahr 1906 – in einem solchen wuchs Möller in Rumohr auf – ebenso wie die Lucht (Abseite) der Kate Sachau in Langwedel (1932), die Herrenhäuser Klein Nordsee und Josefinenhof (1938/37), das Gehöft Kröger in Haale (1936) sowie Hülsens Gasthof in Dätgen von 1921. Dieses Foto weist mit den zwei dort abgebildeten Autos eine Besonderheit in Möllers Schaffen auf: Der dem Heimatschutzgedanken Verbundene sparte gern alles Neue aus, verbannte Strommasten und -leitungen aus seinen Bildern.

Die Auswahl traf die Kuratorin gemeinsam mit dem wissenschaftlichen Volontär im Museum, Jonas Müller. Ihr gemeinsames Lieblingsbild stellt eine sturmzerzauste Eiche auf dem Tüteberg bei Westensee von 1937 dar.

>Die bis 16. Februar laufende Ausstellung wird heute um 17 Uhr mit Grußworten von Landeskonservator Dr. Michael Paarmann und Jürgen Ostwald eröffnet. Einführende Worte spricht Marion Bejschowetz. Es wird darauf aufmerksam gemacht, dass der Aufzug in den Museen defekt ist. In einer Einzelvitrine werden als „Schmankerl“ für Technikfans 29 Fotoapparate aus der Zeit Möllers präsentiert, eine Leihgabe des ältesten Fotofachgeschäfts der Welt von Bernd Renard in Kiel.

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