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Fussball-Kreisliga : Ab Platz sieben tobt der Abstiegskampf

vom
Aus der Redaktion der Landeszeitung

Der Wittenseer SV, die SG Felde/Stampe und Borussia 93 Rendsburg sind im Rennen um den Klassenerhalt in großer Gesellschaft.

shz.de von
erstellt am 17.Okt.2014 | 06:02 Uhr

Üblicherweise lässt sich eine Tabelle in drei Abschnitte teilen. Die Spitzengruppe kämpft um die Meisterschaft, die Mannschaften im Keller um den Klassenerhalt und im Tabellenmittelfeld rangieren die Teams jenseits von Gut und Böse. Die Fußball-Kreisliga Rendsburg-Eckernförde zeichnet in dieser Saison ein anderes Bild. Beim Blick auf das Tableau kommt einem sofort der Begriff Zwei-Klassen-Gesellschaft in den Sinn.

Nimmt man den sechst platzierten TSV Vineta Audorf hinzu, liegen gerade einmal sechs Punkte zwischen der Vineta und dem Spitzenreiter Büdelsdorfer TSV. Eine dieser Mannschaften wird am Ende ganz oben stehen, das scheint sicher. Es folgt auf Rang sieben der Wittenseer SV. Im viel zitierten gesicherten Mittelfeld aber befindet sich der Aufsteiger nicht. Bis zum ersten Abstiegsplatz sind es lediglich vier Zähler, bis zum Inhaber der Roten Laterne aus Fleckeby nur fünf. Neben Wittensee, sind aus dem Rendsburger Raum die SG Felde/Stampe und Borussia 93 Rendsburg in diesem Abstiegslotto dabei.

Einen bemerkenswerten Verlauf hat die Spielzeit bisher für den Aufsteiger aus Wittensee genommen. Nach den ersten fünf Spielen lag die Truppe von Trainer Peter Thede abgeschlagen am Tabellenende, hatte noch keinen Zähler verbucht und wies mit 7:28 ein desolates Torverhältnis auf. „Wir haben unsere taktische Ausrichtung verändert und stehen nun erst einmal defensiv kompakter“, erklärt Thede. Seither hat der WSV eine beeindruckende Erfolgsserie hingelegt. Seit sechs Partien ist das Team ungeschlagen und holte 14 Zähler – vornehmlich gegen die unmittelbare Konkurrenz im Abstiegskampf. Das lässt Thede und seinen Mannen beruhigt in die kommenden Wochen blicken, in denen es fast ausschließlich gegen Spitzenmannschaften geht. „Die Pflichtaufgaben haben wir erfüllt, nun wollen wir mal sehen, ob wir nicht auch in den nächsten Spielen den einen oder anderen Punkt mitnehmen können“, so Thede. Morgen geht es zu Vineta Audorf.

Nur einen Tabellenplatz schlechter als Wittensee steht die SG Felde/Stampe da. Auch die Spielgemeinschaft hat sich nach einem schwierigen Saisonstart vorgekämpft. Allerdings sieht die Fieberkurve wesentlich unruhiger aus als beim WSV (siehe Grafik). Nach guten Phasen streut die Mannschaft immer wieder Niederlagen ein. Die nicht konstanten Leistungen erklärt Trainer Sven Heinrichsen so: „Wir haben eine junge Truppe. Uns war bewusst, dass es Zeit braucht, bis sich die Mannschaft findet und zusammenwächst“, sagt der Coach. Auffällig in der Felder Ergebnisübersicht sind die Niederlagen gegen die direkten Konkurrenten im Tabellenkeller. Gegen Fleckeby, Barkelsby, Borussia 93 Rendsburg und Wittensee ging die SG jeweils leer aus, während sie gegen die Topteams aus Schinkel und Audorf jeweils Siege einfahren konnte. Da passt es vielleicht ganz gut, dass es in den kommenden drei Wochen mit Jevenstedt, Bargstedt und dem Eckernförder SV II gegen Titelanwärter geht.

Große Ausschläge zeigt die Fieberkurve von Borussia 93 Rendsburg. Nach einem schwachen Beginn mit nur einem Punkt aus vier Spielen hatte man in der Folgezeit den Eindruck, die Borussia habe ihren Rhythmus gefunden. Es folgten vier Partien ohne Niederlage mit zehn Punkten. In den beiden vergangenen Wochen aber zeigte die Tendenz wieder bedrohlich nach unten. Eine 1:4-Niederlage in Karby und eine 1:5-Heimpleite gegen Vineta Audorf ließen die Rendsburger auf Platz 13 stürzen. 93-Trainer Dirk Fischoeder sieht dennoch keinen Grund zu Panik: „Wir sind auf einem guten Weg. Bis auf das Audorf-Spiel war die Leistung in Ordnung. Es war zuletzt vielleicht eine Ergebniskrise“, so der Coach. Der nächste Gegner heißt Schinkel, aber Fischoeder ist zuversichtlich: „Mal sehen, ob wir den großen Favoriten nicht ärgern können.“

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