zur Navigation springen

Tagesmütter : Ab April 50 Cent mehr pro Kind und Stunde

vom
Aus der Redaktion der Landeszeitung

Tagesmütter profitieren von höherem Kreis-Zuschuss. Die Fördersumme steigt auf rund zwei Millionen Euro.

Tagesmütter im Kreis Rendsburg-Eckernförde können sich in Zukunft über mehr Geld von Seiten der Behörden freuen. Der Jugendhilfeausschuss beschloss jetzt, dass die Förderung für Kinder unter drei Jahren ab dem 1. April von 3,50 Euro pro Stunde und Kind auf vier Euro angehoben werden soll. Der Kreis rechnet zurzeit mit Mehrausgaben in Höhe von 193  000 Euro auf insgesamt knapp zwei Millionen Euro pro Jahr. Die höhere Förderung kommt auch den Eltern zu Gute.

Die Erhöhung des Stundensatzes geht auf einen Antrag der CDU-Fraktion zurück, der im November gestellt wurde. „Mit einer Förderung von 3,50 Euro lag der Kreis Rendsburg-Eckernförde im Vergleich zu anderen ziemlich weit unten“, so Christina Mönke von der Kreisverwaltung. Das zeigte ein Bericht über die Tagespflege, den die Verwaltung zu der damaligen Sitzung erstellt hatte.

Den Tagesmüttern kommt die Anhebung um 50 Cent entgegen. Auch Heike Benn, Vorsitzende des Tagesmüttervereins Rendsburg-Eckernförde, freut sich über die neue Regelung. 33 Mitglieder zählt der Verein, fast jedes von ihnen betreut vier bis fünf Kinder. „Der Stundensatz pro Kind liegt bei unseren Mitgliedern meist zwischen vier und fünf Euro“, so Benn. Daher deckt die neue Förderung bei vielen Mitgliedern den gesamten Betrag ab.

Von der neuen Regelung profitierten daher besonders die Erziehungsberechtigten. „Bis jetzt zahlen die Eltern 1,50 Euro an den Kreis pro Stunde und Kind“, so Benn. Der Betrag ergibt sich daraus, dass sowohl Kreis als auch viele Gemeinden jeweils einen Euro zur Kinderbetreuung hinzugeben. Durch die zwei gesponserten Euro kommt der bisherige Betrag von 3,50 Euro zustande. „Zudem zahlen die Eltern 50 Cent bis zu einem Euro an die Tagesmutter, um die 3,50 Euro aufzustocken.“ Durch die Erhöhung des Stundensatzes entfalle dieser Zuschuss nun für die Eltern in vielen Fällen. Denn einige Tagesmütter fordern laut Benn die 50 Cent extra trotz der höheren Förderung weiterhin ein. „Das muss sich jeder selbst überlegen“, so Benn. „Für manche kommt unterm Strich allerdings mehr Geld heraus, wenn sie weniger verdienen.“ Ein höheres Einkommen würde in manchen Fällen dazu führen, dass zum Beispiel die Beiträge für die Rentenkasse steigen. „Von den 50 Cent mehr bleibt unter Umständen also nichts übrig“, sagte Benn. Von der erhöhten Förderung sind im Kreis Rendsburg-Eckernförde 585 Plätze betroffen. Ihnen gegenüber stehen 1908 Krippenplätze in Kindertagesstätten. Wie viel ein Krippenplatz im Vergleich kostet, lasse sich laut Christina Mönke nicht pauschal sagen. „Jede Kommune und jeder Träger hat eine eigene Ausgestaltung. Daher lassen sich die Beträge nur schwer miteinander vergleichen.“

zur Startseite

von
erstellt am 24.Feb.2017 | 10:17 Uhr

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen