Rendsburg-Eckernförde : Booster-Marathon läuft nach Plan: Kreis hofft auf „Nachahmer“ in Schleswig-Holstein

Avatar_shz von 07. Dezember 2021, 17:07 Uhr

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Innerhalb von einer Woche sollen auf dem Messegelände 10.000 Booster-Impfungen verabreicht werden. Zudem wird der Kreis auch Begleitpersonen impfen.
Innerhalb von einer Woche sollen auf dem Messegelände 10.000 Booster-Impfungen verabreicht werden. Zudem wird der Kreis auch Begleitpersonen impfen.

Das erste Zwischenfazit der Aktion fällt bei Organisatoren und Geimpften durchweg positiv aus. Deshalb will Rendsburg-Eckernförde andere Kreise beraten und ihnen bei der Planung von großen Impfaktionen helfen.

Rendsburg | Die Bilanz des ersten Tages des einwöchigen „Booster-Marathons“ auf dem Norla-Gelände fiel sowohl bei den Organisatoren als auch bei den Geimpften durchweg positiv aus. Der Kreis Rendsburg-Eckernförde hofft darauf, dass weitere Städte und Kreise mit ähnlichen Aktionen nachziehen, und bietet Unterstützung an. Denn die Bekämpfung der Corona-Pandemie sollte nach Ansicht der Initiatoren nicht an der Kreisgrenze enden. Weiterlesen: 160 Impfungen pro Stunde: So ist der Ablauf beim Booster-Marathon in Rendsburg Auch die Zahlen sprechen für sich: Mit 1580 Menschen waren bis Montagabend sogar mehr Menschen geimpft worden, als ursprünglich geplant. „Wir haben alle gut durchgeschleust bekommen“, resümierte der Epidemiologe Professor Dr. Stephan Ott. Wo es gepasst hat, haben wir Begleitpersonen gleich mitgeimpft. „Wo es gepasst hat, haben wir Begleitpersonen gleich mitgeimpft“, erklärte Oliver Hänsel, Koordinator der Aktion. Auch wenn der Impfstoff begrenzt sei, werde aber für die 10.000 reservierten Termine das Vakzin der Firma Biontech vorrätig sein, erklärte Hänsel. Da sich aber der Bedarf an Impfungen bei Begleitpersonen gezeigt habe, werde nun auch eine gewisse Menge des Impfstoffs von Moderna vorrätig sein. Weiterlesen: Zusätzlich zu Biontech: Beim Booster-Marathon wird nun auch Moderna angeboten Die benötigten Impfstoffmengen werden jeden Morgen zum Messegelände gebracht. Auf Spritzen aufgezogen sind sie dann bis zu sechs Stunden haltbar. Am Ende des ersten Abends musste kein Impfstoff entsorgt werden. „Das bedeutet für uns knallhartes Kalkulieren“, so Oliver Hänsel. Falls doch Dosen überbleiben, würden diese abends in einen sicheren Kühlschrank zurückgebracht werden. Rendsburg-Eckernförde möchte andere Kreise unterstützen Nach dem guten Start des Booster-Marathons und dem positiven Feedback hoffen die Initiatoren darauf, dass andere Kreise ähnliche Aktionen durchführen. Es würde uns freuen, wenn wir als Vorbild für andere Kreise dienen. „Es würde uns freuen, wenn wir als Vorbild für andere Kreise dienen“, erklärte Professor Ott, „wir sind auskunftsfreudig und unterstützen mit unserer Erfahrung gerne bei der Durchführung.“ Ott glaubt, dass die offenen Angebote, bei denen in den vergangenen Wochen immer wieder mehrstündige Wartezeiten in Kauf genommen werden mussten, keine optimale Lösung sind. Und es zeige sich, dass die Nachfrage nach Impfungen, sowohl bei Erst-, Zweit und Boosterimpfungen deutlich angezogen habe. Ständiger Betrieb auf dem Messegelände nicht möglich Ein ständiger Betrieb der Impfstation auf dem Messe-Gelände ist indes nicht möglich. Dazu erklärt Oliver Hänsel, dass schlichtweg das Personal dafür fehle. Für den Booster-Marathon wurden Soldaten des Spezialpionier-Regiments aus Husum angefordert, die bereits bei der Kontaktdatenverfolgung im Kreishaus ausgeholfen hatten. „Weil sich die Hospitalisierungsrate derzeit auf einem moderaten Niveau bewegt, ist es auch der Imland-Klinik möglich, Personal abzustellen“, sagt Hänsel. Über mehrere Wochen sei dies aber nicht möglich. Termine für den Booster-Marathon ...

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