Rendsburger Geschichte(n) : Märchenerzählerin Kirstin Rueß deckt auf: Wer war beim Schwebefährenunglück noch an Bord

Avatar_shz von 28. November 2021, 16:06 Uhr

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Kirstin Rueß mit ihren Werken „Lisabeth“ und „Die Legende der Schwebefähre“.
Kirstin Rueß mit ihren Werken „Lisabeth“ und „Die Legende der Schwebefähre“.

Im ersten Teil hat die Rendsburger Autorin erklärt, was Mäuse mit dem Rendsburger Wahrzeichen zu tun haben. Im zweiten Teil versuchen die Ratten allerdings die Neubau-Pläne zu verhindern.

Rendsburg | In einem früheren Leben wäre Kirstin Rueß Märchenerzählerin gewesen. In ihrem heutigen ist sie zwar von Beruf Heilpädagogin, aber eine, die Kinder und Erwachsene mit ihren Erzählungen fasziniert. Pünktlich zur Aufhängung der neuen Schwebefähre hat sie den zweiten Teil ihrer „Legende“ um das Verkehrsmittel veröffentlicht. Kirstin Rueß ist ein fröhlicher und positiver Mensch. Ihre Ausstrahlung ist ansteckend. Allein schon, wenn sie davon berichtet, wie sie in ihrem Beruf die Kinder mit Geschichten unterhält, bleibt die Zeit stehen. Und all jene, die ihre bisherigen „Rendsburger Geschichte(n)“ gelesen haben, wissen um ihren liebenswerten Stil. Weiterlesen: Wie es früher einmal war Die erste Veröffentlichung war im März 2013 eine Geschichte über ihre Großtante „Lisabeth“, die unter anderem zu Weihnachten spielt. Es folgten das Mäusemärchen über den Bau der Schwebefähre und ein Büchlein über die Pannkokenstraat. Eigentlich war ein zweiter Teil der Schwebefähren-Geschichte gar nicht vorgesehen. Darin geht es um den Bau des Transportmittels, an dem Mäuse einen entscheidenden Anteil haben – jedenfalls in der Rueß-Version. Weiterlesen: Ein klitzekleines Mäusemärchen Die Auflage war vergriffen, aber ein neuer Druck im bisherigen Umfang nicht möglich. „Du musst mehr Seiten schreiben“, erklärte ihr Unterstützer, der Mediengestalter Dirk Ladwig. Daher kamen die Ratten in Spiel. Die mögen keine Mäuse und wollen die schwebende Fähre zerstören. „Sie versuchten, die Tragseile durchzubeißen und viele Ratten verloren ihre Schneidezähne bei dieser Aktion.“ Dann kommt der 8. Januar 2016 und der verhängnisvolle Unfall. Außer dem Radfahrer befindet sich noch eine Maus an Bord der Schwebefähre. „Aber die war wohl eingenickt, sonst hätte sie dem Fahrer auf jeden Fall einen Warnpfiff gegeben.“ Auch interessant: Leben in der Pannkokensstraat Nach dem Unglück setzen die Mäuse alles daran, dass eine neue Fähre gebaut wird. Die Ratten jedoch sabotieren die Pläne. Aber es gibt Mäuse-Hilfe aus der Luft und ein glückliches Ende. „Die Eckdaten stimmen alle“, erklärt Kirstin Rueß, zum Beispiel die unschöne Müllsituation in Rensburg. „Der Rest ist ein kleines Märchen.“ Teil ein und zwei der Schwebefähren-Geschichte sind jetzt in einem Band erschienen. Die kleine Geschichte bringt die Leser oft zum Schmunzeln, so dass einige wenige Komma- oder Grammtikfehler nicht ins Gewicht fallen. Ursprünglich hatte Kirstin Rueß beim Schreiben ihrer Storys an Kinder gedacht, aber auch Senioren lieben sie. Auch interessant: Acht auf einen Streich – Geehrte bieten Gewaltprävention, Sport und Kindergottesdienste an Übrigens: Laut Rueß sind Ratten bekannt dafür, dass sie Bauvorhaben verzögern. „Oder glaubt ihr Menschen wirklich, dass in der heutigen modernen Zeit ein Tunnel zehn Jahre braucht, um repariert zu werden?“ Mal sehen, wovon die Rendsburgerin als nächstes erzählen wird. „Ich habe noch ein paar Ideen“, sagt sie lächelnd. Die Legende der Schwebefähre ...

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