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Rendsburg blüht auf : 80000 Blumen machen Lust auf Rendsburg

vom
Aus der Redaktion der Landeszeitung

Der Umwelt- und Technikhof lässt die Stadt rechtzeitig zu Ostern erblühen.

shz.de von
erstellt am 18.Apr.2014 | 07:45 Uhr

Kiel macht’s, Schleswig auch und die Urlauberstadt Eckernförde sowieso – wer die Nachbarstädte mit dem Auto ansteuert, kann sich an einer wahren Blumenpracht erfreuen. Gleich hinter den Ortsschildern reiht sich ein Beet an das andere. Die Städte wollen einen guten ersten Eindruck machen. Und genau das hat sich auch der Rendsburger Umwelt- und Technikhof (UTH) auf die Fahnen geschrieben. Rechtzeitig zum Osterfest zeigt sich das Ergebnis der letztjährigen Mühen: Eine Fülle an Narzissen und Tulpen ziert Verkehrsinseln und Grünanlagen.

80 000 Blumenzwiebeln haben die UTH-Mitarbeiter im Herbst gesetzt – ein Rekord. In den Jahren davor pflanzte die Mannschaft um Niels Faust und Michael Lindowsky lediglich bis zu 10 000 Blumenzwiebeln ein. Dass es diesmal achtmal mehr waren, ist wohl auch auf den angestachelten Ehrgeiz der Gärtner zurückzuführen. Sie wollten zeigen, dass sie mit ihren Kollegen in den Nachbarstädten mithalten können. Doch bei der Personaldecke von lediglich 17 Mitarbeitern, die sich um die Grünpflege kümmern (Eckernförde hat die doppelte Kapazität), musste man auf technische Innovationen zurückgreifen. So setzte der UTH eine Maschine eines holländischen Unternehmers ein. Diese kann in kurzer Zeit große Rasenflächen mit Blumenzwiebeln bestücken. Allerdings funktioniert die Technik nur auf möglichst ebenen Flächen, auf denen es keine Bäume gibt. „Ohne die neue Maschine hätten wir diese Menge an Zwiebeln nicht in die Erde bekommen“, sagt Lindowsky.

Dass die Mitarbeiter Spaß an der Sache hatten, zeigt sich auf der Grünanlage am Thormannplatz. Dort ordneten sie an einem kleinen Hang an der Südseite der Fläche eine Vielzahl an Krokussen so an, dass man den Schriftzug „Rendsburg“ erkennen konnte – sogar mit Ausrufezeichen. Mittlerweile sind die Krokusse zwar verblüht, doch wer genau hinsieht, kann an den verwelkten Blättern noch immer einzelne Buchstaben erkennen, auch wenn das nicht mehr allzu ordentlich aussieht.

Und genau Letzteres ist Grund für Bürgerbeschwerden. Mancher ärgert sich darüber, dass der UTH die verblichenen Blumen nicht zügig abmäht. Das jedoch darf aus rein gärtnerischer Sicht nicht geschehen. Lindowsky erläutert den Grund: „Die Zwiebeln brauchen die Blätter für den Stoffwechsel. Wenn wir die Blätter zu früh entfernen, könnte sich aus der Zwiebel im kommenden Jahr keine neue Blume entwickeln.“

Das wäre in der Tat kontraproduktiv. Denn die Blütenpracht dieses Frühlings soll erst der Anfang sein. Im Herbst wollen die Mitarbeiter die vorhandenen Beete vergrößern und neue anlegen. Rendsburg könnte sich auf diese Weise zu einer Metropole der Blumen entwickeln.

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