Hochsaison : 80 neue Segler an einem Tag

Einen Liegeplatz für eine Nacht: Hafenmeisterin Silke Bothmann (links)  begrüßt Petra Luteiyn aus den Niederlanden, die mit ihrem Boot „Cha Cha“ angekommen ist.
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Einen Liegeplatz für eine Nacht: Hafenmeisterin Silke Bothmann (links) begrüßt Petra Luteiyn aus den Niederlanden, die mit ihrem Boot „Cha Cha“ angekommen ist.

Viele Touristen besuchen in den Sommermonaten die Stadt. Der Andrang im Yachthafen ist groß. Viele Quartiere in und um Rendsburg sind ausgebucht.

Miriam Richter von
26. Juli 2014, 08:00 Uhr

Am Tresen der Tourist-Information stehen Barbara Bott und Rainer Belusa. Die Berliner suchen ein Doppelzimmer für zwei Nächte in einem Landgasthof. Mitarbeiterin Gisela Ehler telefoniert seit Minuten die Hotels ab. Aber egal ob in Rendsburg, Fockbek oder Alt Duvenstedt – die meisten Quartiere sind ausgebucht. Erst in letzter Minute bekommt das Paar doch noch ein Zimmer in Jevenstedt. Hochsaison in und um Rendsburg.

Seit der Kieler Woche brummt der Tourismus. „Heute Vormittag hatten wir 18 Gäste, die Informationen über die Stadt wollten“, sagt Gisela Ehler, die seit sechs Jahren Gästen mit Rat und Tat zur Seite steht. Meist sind es Paare ab 50, die die Stadt besuchen. „Familien mit Kinder kommen seltener vorbei.“

Die meisten Gäste fragen nach dem Nord-Ostsee-Kanal und der Hochbrücke. Tagesausflüglern, die ein paar Stunden Zeit haben, empfiehlt Mitarbeiterin Susanne Tesche zudem ein Besuch bei der Schwebefähre und einen Gang durch den Fußgängertunnel. Der Geheimtipp von Gisela Ehler ist das Schifffahrtsarchiv, denn „viele Besucher verbinden Rendsburg mit Schiffen“.

Die Touristen kommen aus der ganzen Welt nach Rendsburg, die meisten jedoch aus Deutschland, Dänemark oder den Niederlanden. „Vor kurzem war eine Familie aus den Vereinigten Staaten bei uns. Die hießen mit Nachnamen Rendsburg und wollten sich die Stadt ansehen, die so heißt wie sie“, berichtet Tesche. Sämtliche Souvenirs mit dem Rendsburg-Schriftzug hätten sie aufgekauft. Apropos Souvenir: Nach Magneten fragen die Besucher am häufigsten. „Die haben wir demnächst im Programm“, berichtet Ehler. Sie und ihre Kolleginnen beraten zumeist Tagesausflügler, Fahrradtouristen, die überwiegend am Nachmittag ein Zimmer für eine Nacht suchen, und auch Segler aus dem Yachthafen des Regatta-Vereins.

Sie geben sich gestern bei Hafenmeisterin Silke Bothmann die Klinke in die Hand. Neuankömmling nach Neuankömmling betritt ihr Büro. „Wenn sie nur ihren Liegeplatz bezahlen, dauert es ein oder zwei Minuten. Bei weiteren Fragen können es schon einmal 20 werden“, sagt die Chefin. Seit Anfang Juni herrscht Hochbetrieb im Hafen an der Obereider: „Dienstag kamen 80 Boote neu dazu“, berichtet sie. Im Durchschnitt sind es 50 Boote pro Tag. Von den 200 Liegeplätzen sind abends um die 80 Prozent belegt. Die meisten Gäste bleiben einen Tag, einige verlängern spontan. „Sie wollen auch mal auf der Schwebefähre fahren statt immer nur nebenher.“

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