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Rendsburg : 77-Jähriger schlägt zwei Einbrecher in die Flucht

vom
Aus der Redaktion der Landeszeitung

Männer waren in ein Haus in der Nils-Gade-Straße eingedrungen. Verhaltens-Tipps der Polizei.

von
erstellt am 11.Feb.2016 | 09:33 Uhr

Eine böse Überraschung am Nachmittag erlebte am Sonnabend ein 77-jähriger Hauseigentümer. Es klingelte, aber als er die Tür öffnete, stand dort niemand. Kurz darauf hörte er ungewöhnliche Geräusche und ertappte zwei Männer in seinem Arbeitszimmer. Daraufhin flohen die Einbrecher, und die Polizei sucht jetzt Zeugen.

„Grundsätzlich raten wir, nicht die Konfrontation zu suchen“, erklärt Rainer Wetzel, Pressesprecher der Polizei. Denn es sei ja nicht ausgeschlossen, dass Einbrecher gewalttätig werden könnten. Aber in diesem Fall ging alles gut. Aufmerksam geworden war der Bewohner des Einfamilienhauses, weil er nach dem Klingeln zwei Männer von der Nils-Gade-Straße nach rechts in den Sandweg Richtung Eider gehen sah – das war gegen 13.15 Uhr. Dabei dachte er sich noch nichts. Doch kurz darauf beobachtete der Rentner, wie zwei Männer in seinem Garten in Richtung seines Hauses gingen. Als er dann noch aus dem Souterrain ein lautes Geräusch hörte, ging er nach unten. Dort befindet sich sein Arbeitszimmer, in dem die zwei Ganoven ihrer „Arbeit“ nachgingen: Sie machten sich an den Schubladen der Aktenschränke zu schaffen. Der mutige Mann machte auf sich aufmerkam, worauf die Männer durch das aufgehebelte Fenster in Richtung Eider flüchteten. Gestohlen wurde nichts aber es entstand ein Sachschaden von etwa 1000 Euro.

Wer einen Einbrecher in seinem Haus bemerkt, sollte nicht den Helden spielen, so die Polizei. Am besten sei es, zum Telefon zu greifen, die 110 zu wählen und die Beamten leise zu informieren. „Die raten Ihnen dann, zu bleiben, wo Sie sind, und schicken sofort einen Streifenwagen auf den Weg.“ Allerdings kann Rainer Wetzel den Impuls nachvollziehen, in den eigenen vier Wänden nach dem Rechten zu sehen. „Jeder sollte nur tun, was er sich zutraut“, empfiehlt der Polizei-Pressesprecher. Wenn es sich um einen reinen Einbrecher handele, bestehe die Wahrscheinlichkeit, dass dieser Fersengeld gibt. Denn kein Dieb möchte überrascht werden. Aber es könne natürlich auch zu einer gewalttätigen Auseinandersetzung kommen. Auf Nummer sicher gehen also jene, die die Polizei rufen. „Beobachten Sie lieber genau“, sagt Wetzel. So konnte einer der Einbrecher vom Nils-Gade-Weg beschrieben werden: Etwa 18 Jahre alt, dunkle Haare, Wollmütze, blaue Jeans, dunkle Jacke oder Pullover.

Die Kripo Rendsburg hat die Ermittlungen übernommen und geht davon aus, dass die Täter weitere Häuser aufsuchten und klingelten, um sicher zu sein, dass niemand daheim ist. Vor diesem Hintergrund bittet die Kriminalpolizei um Meldung solcher Sachverhalte und um sachdienliche Hinweise – verdächtige Personen und/oder Fahrzeuge – unter der Telefon 04331  /  20  80.


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