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Todenbüttel : 7,5-Millionen-Projekt in der Endphase

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Bauarbeiten an der Theodor-Storm-Dörfergemeinschaftsschule in Todenbüttel sollen im August abgeschlossen sein. Tag der offenen Tür.

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erstellt am 30.Mai.2013 | 08:25 Uhr

TODENBÜTTEL | "Es ist noch einiges an Arbeiten zu erledigen, aber wir liegen ganz gut im Rennen", sagt Bürgermeister und Schulverbandsvorsteher Otto Harders mit Blick auf die Großbaustelle an der Theodor-Storm-Dörfergemeinschaftsschule in Todenbüttel. Pünktlich zum Beginn des Schuljahrs 2013/14 am 5. August sollen die Sporthalle und die neu errichten Schulteile zur Nutzung freigegeben werden. Eine offizielle Einweihungsfeier des 7,5-Millionen-Euro-Neubaus ist für den 30. August geplant.

Am 5. November 2010 waren die Todenbütteler Sporthalle und angrenzende Schultrakte inklusive Aula abgebrannt. Als schon elf Monate später der erste Spatenstich für den Neubau erfolgte, hatten die Schulverbandsvertreter kontroverse Sitzungen hinter sich. "Diese Diskussionszeit war eigentliche der härteste Abschnitt, danach herrschte wieder ein gutes Miteinander", meint Otto Harders rückblickend.

Diskutiert wurde über die Baukosten. Die Umsetzung des Bauentwurfs der "architekten ingenieure altes kreishaus" (Bordesholm) hatte ursprünglich 8,1 Millionen Euro kosten sollen. Durch Abstriche am ursprünglichen Baukonzept setzten die Kommunalpolitiker Einsparungen von zweimal 300 000 Euro durch. Als neue absolute Obergrenze wurden 7,5 Millionen Euro festgelegt.

"Dass wir diese Summe einhalten konnten, ist das Verdienst des Architekten und unseres Bauausschusses unter der Federführung von Hans-Hermann Fuchs", vermerkt Harders. "Da kann der Schulverband stolz drauf sein, dass er mit diesen Mitteln zurechtgekommen ist", betont Fuchs, "so was kommt ja bei öffentlichen Bauten nicht oft vor." Nach dem aktuellen Stand der Kostenschätzung liegt man sogar deutlich unter den angepeilten 7,5 Millionen Euro. Bislang betrug die zusätzliche Kosteneinsparung 50 000 Euro. Dazu kommen nun noch 70 000 Euro, die bei der kürzlich vergebenen Gestaltung der Außenanlagen eingespart werden konnten, sowie ein 100 000-Euro-Förderzusage von der Aktiv-Region Mittelholstein für das barrierefreie Bauen. Womit die Gesamtbaukosten jetzt knapp unter 7,3 Millionen Euro liegen.

Trotz des selbst auferlegten Sparkurses habe man während des Baus auch immer wieder Einsparungen genutzt, um Nachbesserungen am bestehenden Konzept vorzunehmen, erklärt Harders: "Wir haben zum Beispiel einen besseren Lärmschutz in den Klassen installiert, wir haben im Tribünenbereich anstelle von Beton Fliesen verlegt, und wir haben in der Turnhalle Prallschutz wände aus Holz eingebaut." "Die Sporthalle ist eine Multifunktionshalle, die auch für Veranstaltungen genutzt werden kann", hebt Fuchs hervor. "Von der Aula hat man einen direkten Zugang zur Halle", ergänzt Harders und weist auf eine weitere Besonderheit der neuen Aula hin: "Links und rechts führen Treppen ins Obergeschoss, und zwischen diesen Treppen kann man eine Bühne aufbauen."

Außer Sporthalle (45 x 24 Meter) und Aula (27,5 x 14,5 Meter) sind je vier neue Klassenräume und Lernwerkstätten, eine Lehrküche sowie fünf Fachräume (für Physik, Chemie, Technik, Kunst und Musik) entstanden. "Im Innenausbau sind jetzt eigentlich nur noch Feinarbeiten zu erledigen", meint der Finanzausschussvorsitzende Klaus Bünz.

Weil alle Bürgermeister des Schulverbands bei der Einweihung dabei sein sollten, hatte man ursprünglich einmal bis zur Kommunalwahl am 26. Mai fertig sein wollen. Der frühe Wintereinbruch und der dann nicht enden wollende Winter haben diese Pläne durchkreuzt, vermerkt Harders: "Auch unsere Entlassfeier am 14. Juni wird noch nicht in der neuen Aula stattfinden dürfen, weil die endgültige Betriebsabnahme erst in den Sommerferien erfolgen kann."

"Beim Schulbeginn nach den Ferien muss dann alles fertig sein", sagt Fuchs. Die Einschulungsfeier soll schon in der neuen Aula stattfinden, die offizielle Einweihung wird am 30. August gefeiert, und am 31. August will man die Bevölkerung zu einem Tag der offenen Tür einladen.

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