Gut ausgerüstet : 600 Tonnen Salz für den Winter

Niels Faust, Leiter des Umwelt- und Technikhofes, steht auf einem seiner zwei Trockensalzstreuer. Das Fahrzeug fasst etwa vier bis fünf Kubikmeter Salz.
Niels Faust, Leiter des Umwelt- und Technikhofes, steht auf einem seiner zwei Trockensalzstreuer. Das Fahrzeug fasst etwa vier bis fünf Kubikmeter Salz.

40 städtische Mitarbeiter halten Straßen und Wege frei

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04. März 2018, 11:15 Uhr

Jeden Morgen um 4 Uhr stellt sich während der dunklen Monate in Rendsburg die spannende Frage: Wie sehen die Straßen und Wege aus? Glatt? Schneebedeckt? Oder frei? Ein Mitarbeiter des städtischen Umwelt- und Technikhofs (UTH) unternimmt eine Kontrollfahrt und erstattet dann dem Einsatzleiter Axel Bock Meldung. Er teilt seine Mitarbeiter ein. Sind die Straßen verschneit, rücken umgehend die drei Großfahrzeuge aus. Bis der Berufsverkehr einsetzt, räumen sie die Bundesstraßen und die Routen des Stadtbusverkehrs. Anschließend fahren die fünf kleinen Schmalspurfahrzeuge los, um die Radwege vom Schnee zu befreien.

Tückisch ist die Lage, wenn die Temperaturen fallen, ohne dass es schneit. Oft sind dann die Straßen frei, aber auf den Brücken für Fußgänger und Radfahrer, etwa im Stadtpark, bildet sich Glätte. „Dass muss man rechtzeitig erkennen“, sagt UTH-Leiter Niels Faust. In dem Fall rücken die Handkolonnen zuerst aus. Mit Pritschenwagen steuern sie die Brücken, die Treppen am Bahnhof, Gehwege ohne Privatanlieger sowie den Zentralen Omnibusbahnhof an und streuen. „Das ist das Aufwändigste, aber das Wichtigste. Denn wenn ein Fußgänger stürzt, zieht er sich schnell Brüche zu.“

Der Salzverbrauch ist enorm. Die zwei Silos auf dem UTH-Gelände an der Lise-Meitner-Straße fassen gemeinsam 450 Tonnen. Mitte Januar waren sie mit 400 Tonnen gefüllt. Inzwischen brachten acht Sattelschlepper insgesamt 200 Tonnen Nachschub vom Hamburger Hafen und aus Sachsen-Anhalt. Lieferschwierigkeiten gibt es nicht. Die Händler hatten sich selbst gut eingedeckt.

Vom 15. November bis 31. März richtet der UTH eine Winterrufbereitschaft ein. Etwa 40 der 53 UTH-Mitarbeiter haben sich dazu freiwillig gemeldet. Sie beziehen eine Bereitschaftspauschale. Bei Bedarf rücken sie auch außerhalb der normalen Arbeitszeiten von 7 bis 16 Uhr aus. Abgebummelt werden die Überstunden bei Regen. Ansonsten gilt zurzeit eine Urlaubssperre.

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