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Rendsburg-Eckernförde : 580 Tonnen Kohlendioxid weniger

vom
Aus der Redaktion der Landeszeitung

Der Ausstoß schädlicher Klimagase durch Kreisgebäude ist weiter gesunken. 33 Häuser verbrauchten 2014 Energie für 720 000 Euro.

shz.de von
erstellt am 19.Apr.2015 | 08:00 Uhr

Mehr als 580 Tonnen Kohlendioxid haben die Gebäude des Kreises Rendsburg-Eckernförde im vergangenen Jahr weniger verursacht. Das geht aus dem Energiebericht der Verwaltung hervor, der jetzt vorgelegt wurde. Der Rückgang gegenüber dem Jahr 2013 liegt vor allem daran, dass die Häuser weniger Heizenergie verbraucht haben. Das drückte auch auf die Kosten: 2014 musste der Kreis für Wärme, Strom und Wasser 70  000 Euro weniger berappen als im Jahr zuvor.

„Es ist ein besonders schönes Ergebnis, wenn nicht nur die Ausgaben und der Verbrauch sinken, sondern auch die Emissionen“, sagte Bauamtsleiter Dr. Martin Kruse. Er stellte klar: Alle Energie-Baumaßnahmen nimmt der Kreis in erster Linie vor, um Kosten zu sparen. Dass die Umwelt dadurch entlastet werde, sei ein willkommener Nebeneffekt. Dennoch verhält sich die Verwaltung umweltbewusst: Bereits seit 2009 bezieht sie auf Beschluss des Kreistages ausschließlich Strom aus regenerativen Quellen wie Sonnen-, Wind- und Wasserkraft. Das ist auch der Grund, weshalb die Kosten für Elektrizität 2014 gestiegen sind: Von stabilen 304  000 Euro 2012 und 2013 auf rund 318  000 Euro im vergangenen Jahr. Laut Mathias Nitzer vom Fachdienst Gebäudemanagement kostet der Ökostrom gegenüber dem herkömmlichen Energie-Mix mit Kohle- und Atomstrom rund vier Prozent pro Kilowattstunde mehr. Der Anstieg sei auf eine Erhöhung der Netzentgelte zurückzuführen. Deshalb sei 2014 eine Nachzahlung fällig geworden.

Dass weniger Energie verbraucht wurde, liegt laut Martin Kruse an vielen einzelnen Baumaßnahmen an den Kreisgebäuden. Im vergangenen Jahr wurden etwa neue Fenster im Kreishaus eingebaut, dem größten Verbraucher. Selbst der Austausch aller Computer gegen moderne kleine „Thin-Clients“ schlägt sich im Stromverbrauch nieder. Der starke Rückgang bei der Wärmeenergie um rund 1400 auf 4621 Megawattstunden sei aber auch auf den milden Winter zurückzuführen. Die Kosten betrugen 2014 rund 347  000 Euro. Für Wärme, Strom und Wasser fielen insgesamt Kosten von etwa 720  000 Euro an.

„Der Energiebericht wird nicht zum Selbstzweck erstellt, sondern ist für uns eine Planungshilfe für die Sanierung“, sagte Martin Kruse. Der Kreis betreut 33 Gebäude mit einer Brutto-Grundfläche von rund 90  000 Quadratmetern. Das größte darunter ist das Kreishaus an der Kaiserstraße 8 mit 17  800 Quadratmetern. Um es zu heizen, sind 2014 rund 935  000 Kilowattstunden Energie verbraucht worden. Das hat etwa 70  000 Euro gekostet. Der Stromverbrauch lag bei 553  000 Kilowattstunden (Kosten: 127  000 Euro). Damit stieß es 530 Tonnen Kohlendioxid aus.

Diese Werte des 1980 errichteten Gebäudes sollen weiter gesenkt werden. Derzeit erhält das rund 3700 Quadratmeter große Flachdach eine neue Haut: Auf die vorhandene wird eine weitere Schicht Dämmstoff gelegt und mit Bitumenschweißbahnen verschlossen. Damit sollen die Bauarbeiter im Spätsommer fertig sein. Auf den unteren Dächern der unterschiedlich hohen Gebäudeteile sollen bis 2016 Rasenflächen entstehen, auf die Photovoltaik-Anlagen gebaut werden. Der Strom daraus soll die Energiebilanz des Kreishauses weiter verbessern.

Energieverbrauch der Kreisliegenschaften:

2002 2007 2013 2014

Stromverbrauch (MWh) 1267 1238 1368 1302

Stromkosten (Euro)   126  985 224720 304  559 317  997

Wärmeverbrauch (MWh) 7827 6432 5976 4621

Wärmekosten (Euro)   277  349 340  502 426  471 347  206

Wasserverbrauch (m³)    12  358  10  696  10  308  10  589

Wasserkosten (Euro)    43  060   55  398  56  883  54  509

CO²-Emissionen (Tonnen) 2505 2095 2322 1739

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