Geld vom Land : 57,2 Millionen für Imland-Kliniken

Behandlung in der Imland-Klinik: In Rendsburg sollen neue Operationssäle entstehen.
Behandlung in der Imland-Klinik: In Rendsburg sollen neue Operationssäle entstehen.

Mehrere Großprojekte sind geplant. Rendsburg erhält einen neuen Operationstrakt und eine neue Notaufnahme.

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22. Februar 2018, 16:05 Uhr

Die medizinische Versorgung im Kreis Rendsburg-Eckernförde bleibt mittel- bis langfristig auf hohem Niveau gesichert. 57,2 Millionen Euro fließen aus Landesmitteln in die Sanierung und den Ausbau der Imland-Kliniken in Rendsburg und Eckernförde. Nachdem am Standort Rendsburg bereits Mittel in Höhe von 23,2 Millionen Euro für gezielte Verbesserungen verplant waren, kommen nun noch einmal weitere 14,2 Millionen Euro für andere Maßnahmen hinzu, gab Gesundheitsminister Heiner Garg in unserer gestrigen Ausgabe bekannt. Die Imland-Klinik Eckernförde erhält 19,8 Millionen Euro aus der Krankenhausinvestitionsfinanzierung des Landes. „Das ist eine große Freude“, sagte Imland-Geschäftsführer Dr. Hans-Markus Johannsen gestern auf Anfrage unserer Zeitung. Er dankte allen Beteiligten, insbesondere den Kreis- und Landespolitikern, für die Unterstützung.

Dieser Geldsegen versetzt die Imland GmbH in die Lage, ihre ehrgeizigen Planungen voranzutreiben und umzusetzen. Die Pläne und Anträge für die Sanierung des Eckernförder Klinikums hätten bereits seit längerem vorgelegen und seien für die aktuelle Investitionsrunde reaktiviert und erneut eingereicht worden, erklärte Johannsen. Mit Erfolg. In Eckernförde gibt es gleich mehrere Großprojekte, die nun realisiert werden sollen:

>Sanierung des Bestandsgebäudes: Alle Räume sollen die gleiche Aufenthaltsqualität bekommen wie im Neubau für Endoprothetik. Die europaweite Ausschreibung für einen Generalplaner wird vorbereitet. Sämtliche Sanitäreinrichtungen sollen in die Patientenzimmer verlegt werden. Es erfolgt auch eine energetische Sanierung der 70-er Jahre-Gebäude. Aus eigenen Mitteln soll das Parkdeck saniert werden.

>Neubau einer geriatrischen Abteilung: Dazu soll der Südflügel der Klinik oberhalb der Frauenklinik um eine Etage aufgestockt werden. 20 vollstationäre Betten und 12 tagesklinische Behandlungsplätze werden dort eingerichtet.

>Erweiterung des Gelenkzentrums: Der erfolgreichen Arbeit des Gelenkzentrums wird durch die Aufstockung um eine Etage Rechnung getragen. Dadurch entsteht dort ein fast durchgängiger Zwei-Zimmer-Standard.


Neue Auffahrten für Rettungswagen

Die Ausschreibungen werden jetzt vorbereitet und im Mai veröffentlicht, sagte der Imland-Geschäftsführer. Mit der Auftragsvergabe rechnet er im September. Die Bautätigkeiten werden nach Einschätzung Johannsens in der ersten Jahreshälfte 2019 beginnen und zwei bis drei Jahre bei laufendem Betrieb dauern.

Die Imland-Klinik Rendsburg profitiert gleich in doppelter Hinsicht von der Mitfinanzierung des Landes. Zum einen wird derzeit ein 23,2 Millionen Euro schweres Investitionsprojekt umgesetzt. Darin enthalten sind:

>Neue Operationssäle mit zentraler Sterilisation und Aufwachraum (16 Millionen Euro, Ausschreibung läuft);

>Pathologie und Radiologie (2,7 Millionen, fast abgeschlossen);

>Bildungszentrum (4,5 Millionen, Ausschreibung läuft). Das Folgepaket mit 14,2 Millionen Euro umfasst folgende Maßnahmen:

>Modernisierung der zentralen Notaufnahme;

>Erweiterung der Intensivstation um 7 auf dann 35 Betten;

>Modernisierung und Erweiterung der Rettungswagenauffahrten und -entladung von zwei auf vier Fahrzeuge gleichzeitig;

>Sanierung der 4. Etage und des Kellergeschosses.

Aus Eigenmitteln soll die Kapazität des Parkhauses um 350 Plätze erhöht werden und im Gegenzug die angepachteten Parkflächen an die Stadt zurückgegeben werden. Johannsen rechnet damit, dass die Baumaßnahmen in Rendsburg im vierten Quartal des laufenden Jahres beginnen.

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