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Kreis Rendsburg-Eckernförde : 4635 Einsätze – so oft rückte die Feuerwehr selten aus

vom
Aus der Redaktion der Landeszeitung

Stürme und Feuer bescherten den Brandbekämpfern im Kreis 2013 über 1600 Alarme mehr als 2012.

Die Einsätze der Feuerwehren im Kreis Rendsburg-Eckernförde haben 2013 einen Höchststand der vergangenen zwölf Jahre erreicht. Insgesamt rückten die Kameraden 4635 Mal aus – 1633 Mal mehr als 2012. Das lag nicht nur an den Sturmeinsätzen in Folge von „Christian“ und „Xaver“, denn auch die Zahl der Brände ist gestiegen. Das ergibt der Jahresbericht des Kreisfeuerwehrverbandes (KFV).

Demnach hat es 2013 insgesamt 983 Mal gebrannt. Davon wurden 49 Feuer als Großbrände und 82 als Mittelbrände eingestuft. Im Jahr zuvor gab es davon jeweils nur 39 und 67. „Den Anstieg können wir uns auch nicht so recht erklären, weil wir durch gute Prävention und den Einsatz von Rauchmeldern eher einen Rückgang verzeichnen“, sagte Kreisbrandmeister Mathias Schütte auf Nachfrage der Landeszeitung. Ein Grund für den Anstieg bei den Großfeuern sei die Serie von Strohbränden des vergangenen Sommers, bei der es allein zu sechs bis sieben Einsätzen für mehrere Wehren gekommen sei.

Aus den Zahlen geht auch eine Zunahme der Einsätze hervor, die sich vor Ort als Fehlalarme herausstellten. Die hatte es in der ersten Hälfte der 2000er-Jahre zwar mit 200 bis 300 viel öfter gegeben als die 96 Einsätze im vergangenen Jahr. Doch in der zweiten Hälfte des vergangenen Jahrzehnts gingen die Fehlalarme auf rund 75 jährlich zurück. Feuerwehrsprecher Jürgen Beyer erklärt das mit der technischen Verbesserung der Geräte. Den Hintergrund für den jüngsten Anstieg habe der Verband jedoch noch nicht erkannt. Für die Kameraden mache das auch keinen Unterschied: „Wir rücken lieber ein Mal umsonst aus als ein Mal zu wenig“, sagte er.

An der hohen Zahl von 4635 Einsätzen haben auch die Herbststürme „Christian“ und „Xaver“ einen großen Anteil: 1455 Mal rückten die Wehren Ende Oktober und Anfang Dezember des vergangenen Jahres aus. „Dabei waren vor allem technische Hilfeleistungen nötig, etwa Bäume von der Straße holen oder Keller auspumpen“, erklärte Jürgen Beyer. Die Sturmeinsätze haben Mathias Schütte zufolge jedoch zahlreiche Neueintritte beeindruckter Bürger bewirkt. Dennoch ging die Zahl der aktiven Mitglieder leicht um rund 100 auf 6875 zurück, während die Jugendfeuerwehren sogar von 1028 Kameraden in 2012 auf 1072 zulegten. Auf die vergangenen zehn Jahre gesehen, stellt sich die Entwicklung bei den aktiven Mitgliedern jedoch positiv dar: 2004 hatte es noch 300 Kameraden weniger gegeben. Das liege auch am Umfeld, so Jürgen Beyer: „Unsere freiwilligen Feuerwehrleute werden durch deren Arbeitgeber heute sehr gut unterstützt, wenn es um Einsätze während der Arbeitszeit geht.“ Nur eine der 186 Wehren im Kreis löste sich 2013 wegen Personalproblemen auf. Die verbliebenen Kameraden der Feuerwehr Jahrsdorf kamen beim Hohenwestedter Ortsverband unter.

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erstellt am 26.Feb.2014 | 16:00 Uhr

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