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Handball-Oberliga der Männer : 43 Tore reichen nicht zum Sieg

vom
Aus der Redaktion der Landeszeitung

In einem geschichtsträchtigen Spiel der Handball-Oberliga der Männer unterlag die HSG Schülp/Westerrönfeld/RD dem HSV Hamburg II mit 43:52. Doch die beste Angriffsleistung in dieser Saison mit 43 Toren reichte nicht, um die Defizite in der Defensive auszugleichen.

Seinen Humor hatte Gunnar Kociok nicht verloren. „Schön, dass wir unseren Teil zu diesem geschichtsträchtigen Spiel beigetragen haben. Für die Zuschauer war das sicherlich eine sehr interessante Partie“, sagte der Coach der HSG Schülp/Westerrönfeld/Rendsburg nach der historischen Niederlage gegen den HSV Hamburg II. Nicht weniger als 95 (!) Tore sahen die Fans am Sonnabendnachmittag in der Westerrönfelder Heidesandhalle – so viele, wie noch nie zuvor in einem Spiel der Handball-Oberliga der Männer. 43:52 (22:26) hieß es nach 60 abwechslungsreichen Minuten.

„Immerhin funktionierte unser Angriff ganz gut. Vor allem das Kreisläuferspiel hat mit sehr gut gefallen“, kommentierte Kociok das Geschehen auf dem Parkett. Dany Jüschke (zehn Tore) und Kevin Schöler (acht) schenkten den Hamburger Keepern aus der Nahdistanz ordentlich ein, ebenso Niklas Ranft, der wie schon in der Vorwoche in Preetz gleich zehnmal aus dem Rückraum traf. Doch die beste Angriffsleistung in dieser Saison mit 43 Toren reichte nicht, um die Defizite in der Defensive auszugleichen. „Wir haben nie ernsthaft Abwehrarbeit betrieben. Schon aus der ersten oder zweiten Position kamen die Hamburger ungehindert zum Wurf“, monierte der HSG-Coach. Zudem degradierten die Gäste die beiden HSG-Torhüter zu Statisten. Ganze 13 Würfe konnten Nils Martensen und Bastian Burchert abwehren, ansonsten flogen beiden die Bälle nur so um die Ohren. Da die Gäste aber ebenfalls große Probleme in der Verteidigung hatten, entwickelte sich vom Anpfiff an ein offener Schlagabtausch, in dem die Gastgeber zunächst noch gut mithielten. Erst nach dem 11:12 musste Schülp/Westerrönfeld/Rendsburg den Kontakt allmählich abreißen lassen. Zur Pause betrug der Rückstand zwar nur vier Tore, doch in der zweiten Halbzeit setzte sich die individuelle Klasse der Gäste mehr und mehr durch. Beim 29:36 lagen schon sieben Tore zwischen beiden Teams, am Ende waren es neun. „Die Hamburger haben doch ganz andere Voraussetzungen als wir. Die trainieren fünfmal in der Woche, sind schneller, athletischer und besser im Eins-gegen-eins“, resümierte Kociok, den zudem große Personalsorgen plagten. Mit Finn Dethlefsen (Urlaub), Janek Fisch (Grippe), Patrick Petriesas (Rekonvaleszent nach Rücken-Op) und Fabian Cohrt (Bänderriss) musste der HSG-Coach auf gleich vier Spieler verzichten, überdies gingen Jens-Christian Woldt (Handverletzung) und Dennis Schrader (Knieprobleme) angeschlagen in die Partie. „Von daher haben wir uns anständig verkauft. Ich kann den Jungs keinen Vorwurf machen. Sie haben gefightet und nie den Kopf hängen lassen. Von daher bin ich nicht unzufrieden. Der HSV II ist nicht der Gegner, an dem wir uns messen müssen.“

HSG Schülp/Westerrönfeld/Rendsburg: Martensen, Burchert – Moreau (n.e.), Hohnsbehn (1), Schrader (3/1), Jüschke (10), C. Cohrt (3), Woldt (2/2), Jöhnk (3), Seehase, Cardis (3), Ranft (10), Schöler (8).

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erstellt am 24.Feb.2014 | 06:00 Uhr

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