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Kiel : 400 heiße Öfen beim Kieler „MoGo“

vom
Aus der Redaktion der Landeszeitung

Wechselhaftes Wetter sorgte für deutlich weniger Motorrad-Fahrer als erwartet.

shz.de von
erstellt am 02.Sep.2013 | 00:33 Uhr

Mit Genuss ließen sie ihre Maschinen sekundenlang aufjaulen, dann knatterten die rund 400 Teilnehmer des Kieler Motorrad-Gottesdienstes (MoGo) gestern Nachmittag im Korso durch die Innenstad. Traditionell fuhren sie rund um den Westensee und zum Abschlussfest auf dem Gelände des TÜV-Nord. Zur 14. Auflage des bekannten Biker-Treffs in der Landeshauptstadt waren allerdings – vermutlich aufgrund des wechselhaften Wetters – deutlich weniger Motorrad-Fahrer gekommen als erwartet. Mit 1000 Teilnehmern plus Schaulustigen hatten die Veranstalter zuvor gerechnet. Dennoch gab sich Leiter Bernd Lohmann (56) vom MoGo Hamburg in der Nordkirche zufrieden: „Ein schöner Ausklang für die Saison“, sagte Lohmann. Auch die Predigt von PastorDietrich Kreller aus Hamburg (46, Foto) zuvor habe ihm gefallen. „Sonst driften meine Gedanken bei Predigten gern ab, diesmal war es nicht so“, berichtete Lohmann. Der Gottesdienst wurde per Lautsprecher nach draußen übertragen.

Für Horst Falk (65) aus Schwarzenbek, der mit einem dunkelrot lackierten Ford-Trike mit knackigen 201 PS unter der Haube dabei war, war die Teilnahme am Kieler MoGo selbstverständlich: „Das ist ein riesiges Treffen hier und eine schöne Ausfahrt. Natürlich gehe ich auch in die Kirche und singe mit.“

Im fast eineinhalbstündigen Gottesdienst in St. Nikolai am Alten Markt hatte Pastor Kreller Biker wie Horst Falk sowie andere Besucher im gut gefüllten Haus ganz auf das Motto „Sicher nach Hause“ eingestimmt. Zu musikalischer Begleitung der Hamburger Rock- und Blues-Band „All Hands-On“ predigte Kreller von Aufbruch und Flucht, von der Suche nach dem richtigen Weg und dem Sinn des Lebens – und schließlich dem Nach-Hause-Kommen mit Gottes Segen: „Der Segen Gottes bringt uns auf den Weg – man könnte auch sagen, das Benzin, das uns Kraft gibt, im Leben zu starten“, versuchte der Pastor den Bogen zum Motorradfahren zu schlagen. Die Band spielte religiös angehauchte Songs genauso wie Rock-Klassiker („Knockin’ on Heanven’s Door, „All along the Watchtower“).

Auch in diesem Jahr sicherten die Freiwilligen Feuerwehren der Gemeinden Achterwehr, Felde, Westensee und Rumohr die Tour auf rund 40 Kilometer Länge ab. Polizei sowie rund 50 Helferinnen und Helfer aus Schleswig-Holstein und Hamburg trugen zu einem geregelten Ablauf bei.

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