40. Stangenschau lockte bei schönstem Wetter auch Nicht-Jäger in den Wald

Fachsimpelei: Die Besucher begutachten die imposanten Abwurfstangen der Rothirsche. Foto: Herrmann
Fachsimpelei: Die Besucher begutachten die imposanten Abwurfstangen der Rothirsche. Foto: Herrmann

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03. Mai 2011, 03:59 Uhr

Nienborstel | Zum 40. Mal zeigte der Rotwildhegering Barlohe die Abwurfstangen des Rotwildes im Landes einem breiten Publikum. Manfred Neuenfeldt von der Försterei Haale freute sich, zahlreiche Jäger und Interessenten in der ehemaligen Sandkuhle im Großen Haaler Gehege zur Abwurfstangenschau und dem "Tag für Wald und Wild" begrüßen zu können. 58 Stangen von 40 verschiedenen Hirschen konnten in diesem Jahr betrachtet werden. "Doch nicht einmal die Hälfte des vermuteten Hirschbestandes wird damit repräsentiert", betonte Förster Neuenfeldt.

Für die Jäger ist dieser inzwischen traditionelle Schautag am 1. Mai eine Gelegenheit, sich austauschen und fachsimpeln können. Die Stangen werden begutachtet und die Entwicklung der einzelnen Tiere kann so über mehrere Jahre verglichen und beobachtet werden.

Aus Anlass des Jubiläums erinnerte Georg Volquardts in seiner Rede an die erste Stangenschau 1971, die er damals als Leiter des Forstamtes Barlohe ins Leben gerufen hatte. Wichtig sei es dem Hegering seinerzeit gewesen, viele Abwurfstangen zeigen zu können, um sich einen möglichst genauen Überblick über den Wildbestand zu verschaffen. "Doch nach dem Jagdrecht darf sich nur der Jagdaus übungsberechtigte die Stangen aneignen", erlärte Volquardts. Das führte dazu, dass viele Funde von Privatpersonen geheim gehalten wurden. Doch der Rotwildhegering Barlohe fand eine praktikable Lösung: Jeder, der seinen Fund vorzeigt, darf die Stangen behalten. Aufgrund dieser Vereinbarung ist es in den letzten 40 Jahren immer möglich gewesen, eine große Anzahl von Stangen zu präsentieren.

Aber auch immer mehr "nicht jagende" Besucher kommen zu der Stangenschau, die auch ein "Tag für Wald und Wild" ist. Denn rund um die Tische mit den imposanten Geweihen gab es ein interessantes Programm. Die Schutzgemeinschaft Deutscher Wald (SDW) informierte über die Elsbeere, den Baum des Jahres.

Außerdem stellte Martin Plorin vom Kreisverband der Schutzgemeinschaft Deutscher Wald den immer selteneren Gartenrotschwanz vor, den Vogel des Jahres. Für musikalische Untermalung der Veranstaltung sorgte das Bläserkorps Hohenwestedt unter der Leitung von Brigitte Köhnke.

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