Leere Schaufenster : 40 Plakate sollen „positiv irritieren“

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In der Rendsburger Innenstadt prangen überall Plakate an den Fenstern leerstehender Geschäfte. Initiator ist der Verein Wilde Bildung.

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16. Februar 2017, 11:04 Uhr

Die Plakate wurden nachts aufgehängt – jetzt kleben sie an rund 40 verwaisten Schaufenstern zwischen Parade- und Thormannplatz. Alle tragen den Untertitel „Könnte schöner sein hier, oder?“ und kündigen fiktive Neueröffnungen an. Etwa das „Büro für angewandtes Glück“ in der Hohen Straße (Foto), „Dein Lieblingsort“ oder eine „Geräusche-Spedition“. Initiator ist der Verein Wilde Bildung, der den Treffpunkt „Kulturschlachterei“ betreibt. „Wir wollen darauf aufmerksam machen, wieviel Leerstand es eigentlich gibt“, sagt Stephan Mohr. Man wolle die Passanten „positiv irritieren“ und die Frage aufwerfen, was die Bevölkerung selbst gehen den Trend tun kann. Wo sind die Visionen, wo die Grenzen? Diese Fragen stehen im Mittelpunkt eines Stadtgesprächs am Donnerstag, 23. Februar, um 19 Uhr in der „Kulturschlachterei“ (Nienstadtstraße) mit Bürgermeister Pierre Gilgenast. Thema ist zudem das Hamburger Gängeviertel, wo der Leerstand erfolgreich bekämpft wurde.

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