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Handball : 40 Minuten lang den großen Favoriten geärgert

vom
Aus der Redaktion der Landeszeitung

Im Viertelfinale des Handball-Landespokals der Frauen unterlag die HSG Fockbek/Nübbel dem TSV Wattenbek mit 25:37. 40 Minuten lang hielt der Tabellenzehnte der SH-Liga gegen den Oberliga-Zweiten gut mit.

shz.de von
erstellt am 21.Dez.2016 | 06:00 Uhr

Das Viertelfinale im Landespokal war für die Handballerinnen der HSG Fockbek/Nübbel erwartungsgemäß Endstation. Der Tabellenzehnte der SH-Liga unterlag am späten Montagabend dem Oberliga-Zweiten TSV Wattenbek mit 25:37 (14:17). Dabei täuscht das deutliche Ergebnis ein wenig über die wahren Kräfteverhältnisse hinweg, denn 40 Minuten lang waren die Fockbekerinnen ein fast ebenbürtiger Gegner. Erst in den letzten 20 Minuten ließen es die selbsternannten „Peitschen“ aus Wattenbek so richtig knallen. Im Halbfinale des Final Four, dessen Austragungsort noch nicht feststeht, trifft der Oberligist am 25. Februar auf den Drittligisten SV Henstedt-Ulzburg. Im anderen Spiel der Vorschlussrunde kommt es zum Duell der Drittligisten TSV Nord Harrislee und HG OKT.

„Ich denke, wir haben uns gut aus der Affäre gezogen“, resümierte ein nicht unzufriedener HSG-Coach Reiner Heldt nach Spielschluss. „Wir sind ja keine Träumer und wussten, dass wir verlieren würden. Aber wir haben einen ambitionierten Oberligisten, der in die dritte Liga will, 40 Minuten lang geärgert. Und dass eine Ausnahme-Spielerin wie Svenja Hollerbuhl (14 Tore, Anm. d. Red.) fast die ganze Zeit über gegen uns auf der Platte stehen muss, sagt schon einiges aus. Wir haben gezeigt, warum wir zuletzt 10:2 Punkte in der Liga geholt haben.“ Lob für den Außenseiter gab es auch von Gäste-Trainer Andreas Hörseljau. „Das haben die gar nicht schlecht gemacht. 40 Minuten lang mussten wir hart kämpfen.“

Bis zum 17:21 (37.) durfte man im Lager der HSG, die beim 9:8 (19.) sogar einmal in Führung lag, ein wenig von einer Sensation träumen. Dann machte sich mehr und mehr die größere Qualität auf Seiten der Gäste bemerkbar. Den Fockbekerinnen schwanden allmählich die Kräfte, weil sie zuvor versucht hatten, das hohe Tempo des Oberligisten mitzugehen. Zudem steckte den Heldt-Schützlingen noch das Punktspiel vom Freitag gegen Lindewitt in den Knochen, während die Wattenbekerinnen ausgeruht in die Partie gingen. Und zu allem Überfluss mussten die Gastgeberinnen ab der 37. Minute auf die bis dahin stark aufspielende Katrin Witt verzichten. Die Kreisläuferin hatte bei ihrem Treffer zum 17:21 von TSV-Torfrau Katharina Kaube einen Tritt ins Gesicht abbekommen und musste benommen vom Spielfeld geführt werden. „Ich hoffe, es ist nichts Schlimmes“, sagte Heldt, der mitansehen musste, wie die „Peitschen“ anschließend Tor um Tor davonzogen. Jeder Fehler der Gastgeberinnen wurde nun gnadenlos bestraft. „Da hat man die ganze Klasse der Wattenbekerinnen gesehen“, so Heldt. Spätestens mit dem Treffer von Hollerbuhl zum 29:21 (51.) war die Partie entschieden. Und so nutzte Heldt die Schlussphase, um Nachwuchskräften wie Dana Jürgensen oder Judith Burack ein paar Minuten Einsatzzeit zu geben. „Auf das Ergebnis kam es mir dann auch nicht mehr an. Auch wenn es zum Schluss deutlich wurde, können wir erhobenen Hauptes die Halle verlassen.“

HSG Fockbek/Nübbel: Brudniok, Sacher – Stolley (6), Jürgensen (1/1) Lena Marie Ehlers, Sieck-Pahl (2), Witt (5), Burack, Sievers (2), Stump, Kurbjuhn (9/1), Mona Sophie Ehlers, Born.

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