Stromausfall in Nortorf : 3300 Haushalte ohne Wasser

Auf dem Trockenen: Bäckermeister Wolfgang Radeckenn fehlte Wasser mitten zur Hauptproduktionszeit.
Auf dem Trockenen: Bäckermeister Wolfgang Radeckenn fehlte Wasser mitten zur Hauptproduktionszeit.

Zweieinhalb Stunden saßen die Bürger in Nortorf und Umgebung auf dem Trockenen. Probleme auch für Unternehmer.

shz.de von
21. August 2018, 15:54 Uhr

Nortorf | Auf die morgendliche Dusche mussten viele im Amt Nortorfer Land am Dienstag verzichten. Ein Stromausfall hatte einen Defekt im Wasserwerk der Stadtwerke verursacht, sodass zweieinhalb Stunden kein Wasser aus der Leitung kam. Auch Unternehmen stellte der Ausfall vor Probleme.

„Zum Glück waren wir mit der Hauptproduktion schon durch, sonst hätten wir viele unserer Produkte gar nicht anbieten können“, sagte Bäckermeister Wolfgang Radeckenn. Da auch der Backofen Wasser brauche, kam durch den Ausfall der ganze Tagesablauf ins Stocken. Gegen 0.30 Uhr fange er mit seiner Tagesproduktion an, bereite Brötchen für die morgendlichen Frühstücker vor. Gegen 6.30 Uhr fiel dann kurz der Strom aus, war aber sofort wieder da.

„Dann wollte ich gerade Wasser für den nächsten Teig holen und merkte schon, dass es nicht richtig lief. Ich hab dann noch abgezapft bis gar nichts mehr ging, um weitermachen zu können.“ Denn das Wasser braucht Radeckenn nicht nur für die aktuelle Produktion, sondern auch für Hefe- oder Sauerteig für den kommenden Tag. „Plötzlich muss man sich ein Notfallprogramm überlegen und bereitet Produkte ohne Wasser und Ofen vor. Einen Teig, den ich gerade verwenden wollte, hab ich dann in den Froster gestellt, damit ich ihn später noch nutzen konnte.“ Er sei nur froh, dass er nicht alleine betroffen war, da sei das Verständnis der Kunden größer. Auch dass das Problem schnell behoben wurde, sorgte bei dem Bäcker für Erleichterung. Zweieinhalb Stunden seien nah am Maximum, längere Ausfälle wären eine Katastrophe.

Bei den Stadtwerken lief zur gleichen Zeit das Störungstelefon heiß. Der Ausfall kam zu einem denkbar ungünstigen Zeitpunkt. Vor einigen Wochen war bereits das Leitungsnetz von einem Rohrbruch betroffen, das war allerdings nachts, sodass viele davon nichts mitbekamen.

„Der Stromausfall im 10-KV-Netz hatte bewirkt, dass ein Bauteil im Wasserwerk Am Heidberg ausgefallen war und zu einem Druckabfall im Wassernetz der Stadtwerke führte“, sagte Ralf Seidel von den Stadtwerken Nortorf. „Das Problem ließ sich leider nicht mit Schalter aus und Schalter an beheben, deswegen hat die Reparatur etwas gedauert.“ Nach rund zweieinhalb Stunden wurde der Druck in den Leitungen wieder aufgebaut.

Von dem Ausfall waren in Nortorf rund 2500 Haushalte betroffen, sowie weitere in den Gemeinden Gnutz, Eisendorf, Warder, Bargstedt, Borgdorf-Seedorf und Dätgen. Der Brunnen der Stadtwerke liegt im Föhrenskamp in Bargstedt und wird über das Wasserwerk verteilt.

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