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Handball-Oberliga : 32:29 – Alt Duvenstedt besteht den Härtetest im Abstiegskampf

vom
Aus der Redaktion der Landeszeitung

Gegen ein mit zweitligaerfahrenen Akteuren aufgemotztes Tabellenschlusslicht VfL Bad Schwartau II fuhren die Hausherren einen verdienten 32:29-Heimsieg ein.

Alle Achtung: Die Alt Duvenstedter Oberliga-Handballer haben den Härtetest im Abstiegskampf bestanden. Gegen ein mit zweitligaerfahrenen Akteuren aufgemotztes Tabellenschlusslicht VfL Bad Schwartau II blieben die Hausherren standhaft und fuhren am Ende einen verdienten 32:29 (17:16)-Heimsieg ein. Zwei weitere Zähler, die in der Endabrechnung enorm wichtig sein könnten. Im Klassement klettert die Mannschaft von Trainer Thomas Carstensen auf den achten Platz (12:18 Punkte).
Trotz jetzt zwei Siegen in Folge kann im TSV-Lager von Durchschnaufen noch keine Rede sein. Der Abstand zur Abstiegszone beträgt nur zwei mickrige Punkte. Auch die anderen Teams, die sich um den Klassenerhalt Sorgen machen müssen, schlafen nicht. Dithmarschen gewinnt, Hohn/Elsdorf und Schülp/Westerrönfeld trennen sich Unentschieden. „Wir müssen einfach unsere Hausaufgaben machen und dürfen nicht ständig auf die Ergebnisse in den anderen Sporthallen schielen“, macht Carstensen deutlich.

Der Erfolg über die Zweitliga-Reserve des VfL, der bis auf den bänderverletzten Finn Kretschmer mit dem besten Aufgebot anreiste, war ein Sieg der Moral und Willenskraft. Die Zuschauer in Alt Duvenstedt sahen zwar kein hochklassiges Spiel, sie erlebten aber Abstiegskampf pur. „Ein richtiger Fight mit vielen technischen Fehlern auf beiden Seiten“, bestätigte Carstensen. Sein Team bog den Spieß kurz vor Abpfiff um.

Ohne die verletzten Tim Frahm, der sich im Spiel gegen Dithmarschen LH den Daumen gebrochen hat, und Marian Palkus kamen die Gastgeber schlecht aus den Puschen. Bad Schwartau lag bis zum 12:9 relativ klar vorne. Dann begann die Zeit von Freddy Klapdor. Der in der siebten Minute für Youngster Lasse Quarck eingewechselte Routinier zeigte etliche Glanzparaden und avancierte zu einem der Schlüsselspieler seiner Mannschaft. Der Alt Duvenstedter Triumph basierte auf der Leistung eines formidablen Quartetts. Neben Klapdor waren es vor allem Tim Dau, Sascha Schwarz und Ruben Hagge, die der Partie ihren Stempel aufdrückten. Das wurde deutlich, als der TSV nach zwischenzeitlicher 17:16-Halbzeitführung wieder mal zurücklag. Als Ironie des Schicksals erwies sich derweil, dass genau wie Tim Frahm in der Woche zuvor, sich nun auch Tim Dau den Daumen brach, die Partie aber ebenso zu Ende spielte, wie sein Teamkollege in Dithmarschen. Und auch wenn es bei Dau nicht der Daumen der Wurfhand ist, dürfte er vorerst nicht zur Verfügung stehen.

Beim Stand von 26:28 stellte Carstensen um. Hagge, der eine kurze Pause bekommen hatte, durfte wieder auf die Platte, Sascha Schwarz rückte von Rechtsaußen auf die Halbposition und Thomas Höpfner ersetzte Christian Eichstädt auf der Mitte. Ein Kniff, der den Hausherren letztendlich den Sieg sichern sollte. Der TSV drehte die Partie und ging mit 30:28 in Front. Der VfL war geschlagen. Carstensen: „Es ist noch nichts gewonnen. Wir müssen weiter konzentriert arbeiten.“

TSV Alt Duvenstedt: Quarck (1.-7.), Klapdor (ab 7.) – Koslowski (1), Dau (7), N. Petersen, Höpfner (2/1), Hagge (9), Schwarz (10), Voß (1), Müller, S. Petersen, Buechler, Eichstädt (2).

 

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