270 Sänger geben großes Seekonzert

Mit Schirmen und Regenjacken war das Publikum gut gerüstet. Die Zuschauer ließen sich die Stimmung vom Regen nicht vermiesen.
Mit Schirmen und Regenjacken war das Publikum gut gerüstet. Die Zuschauer ließen sich die Stimmung vom Regen nicht vermiesen.

Stimmungsvolle Melodien vor traumhafter Kulisse – erstes Chor-Festival am Ufer erfolgreich / Viele Gäste trotz Regenschauer

shz.de von
13. Juli 2015, 15:17 Uhr

Das Programm versprach „einen bunten Melodiestrauß“ – und die Besucher wurden nicht enttäuscht. Neun Chöre mit rund 270 aktiven Sängerinnen und Sängern aus dem Sängerkreis 7–Mittelholstein trafen sich beim ersten Chor-See-Festival am Borgdorfer See.

Bis in den Abend hinein klangen die Melodien am Sonntag über den See, mal modern wie bei der Chor Einigkeit Wittorf, die schwungvoll Udo Jürgens’ „Mit 66 Jahren“ präsentierten, mal ganz klassisch wie der Rendsburger Männerchor und der „Ungarische Tanz Nr. 6“ von Johannes Brahms. Die „Gospop Singers“ aus Groß Vollstedt schlugen mit „Can You Feel The Love Tonight“ ganz ruhige Töne an, zeigten aber auch bei „Hit The Road Jack“, dass Schwung in ihren Hüften und Stimmen steckte. Klangvolle Volkslieder aus Georgien, Dalmatien, Südafrika oder Dänemark rundeten die Reise durch die Welt der Melodien ab.

Marianne Kube und Renate Mlodzian zeigten sich ganz begeistert. „Vor dieser Kulisse, diese unterschiedlichen Chöre, einfach toll“, schwärmten die beiden Sängerinnen des Wittorfer Chores aus Neumünster und waren beeindruckt, dass das Festival auf einem Campingplatz stattfand. „Wir bleiben definitiv bis zum Schluss.“ Das taten auch die zahlreichen anderen begeisterten Zuhörer, die mit Regenschirm und Regenjacke bestens gerüstet gegen die immer wiederkehrenden Schauer waren. Doch die Wolkenbrüche taten der friedvollen Stimmung bei dem tollen Ambiente mit Blick auf den Borgdorfer See keinen Abbruch.

Der Tenor lautete „nächstes Jahr wieder“, das hörte auch Heinz Schneegans. „Es soll weitergehen“, versprach der Organisator. In der Geschichte des Sängerbundes gab es immer wieder Chorfeste, meistens allerdings in Gaststätten und nie am See. Vor rund anderthalb Jahren begann die Idee eines Chor-See-Festivals im Kopf des Vorsitzenden des Sängerkreises 7 zu entstehen. „Von Familie Ulrich, Inhaber des Campingplatzes, wurde ich mit offenen Armen empfangen“, freute er sich. „Die haben sofort mitgespielt.“ Im Februar wurde dann auf der Jahresversammlung des Sängerbundes abgestimmt und seitdem fleißig geplant. „Im Stillen haben ich mit vier bis fünf Chören gerechnet“, gab Schneegans zu. „Von der positiven Resonanz war ich so überrascht und musste das Programm um drei Stunden erweitern.“

Doch er freute sich nicht nur über die Rückmeldungen, sondern auch über einen neuen Chor. Eigentlich habe jeder Sängerkreis einen Kreischor. Eigens für dieses Projekt wurde im siebten Sängerkreis nun einer gebildet. „Vier Mal haben wir vor unserem Auftritt geübt“, so Gabriele Schroeter. Unter ihrer Leitung wurde das Festival eröffnet und mit einem gemeinsamen Kanon auch wieder beendet.

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