Ehrenamt : 25 Jahre im Dienst von St. Vincenz

Spiele und Lesestoff: Rosl Kaufmann (links) gründete die Gruppe vor 25 Jahren. Barbara Wiegelmann leitet sie heute.
Spiele und Lesestoff: Rosl Kaufmann (links) gründete die Gruppe vor 25 Jahren. Barbara Wiegelmann leitet sie heute.

Grüne Damen und Herren feiern Jubiläum.

shz.de von
21. Juni 2018, 10:27 Uhr

Rendsburg | Vorlesen, spielen, zuhören: Seit 25 Jahren gibt es die Grünen Damen und Herren im Caritashaus St. Vincenz. Zwölf Frauen und ein Mann machen hier Angebote, die die Pfleger nicht leisten können. „Wir schenken Zeit“, sagt die Einsatzleiterin Barbara Wiegelmann. Sie hält die Ehrenamtlichen, deren Markenzeichen grüne Kittel sind, für unverzichtbar. Heute wird das 25-jährige Bestehen der Gruppe gefeiert: Ab 10 Uhr gibt es einen ökumenischen Gottesdienst in der St.-Martin-Kirche. Anschließend folgt ein Empfang im Caritashaus.

Am 1. Juli 1993 fing alles mit fünf Damen an. Rosl Kaufmann war damals von der Seniorenwohnanlage „Neue Heimat“ gekommen und hatte dort bereits eine Gruppe gegründet. Nach einem halben Jahr an St. Vincenz wurde sie schließlich zur ersten Einsatzleiterin der Grünen Damen und Herren ernannt. „Ich fand das damals schon eine wichtige Sache“, blickt Kaufmann auf die Anfänge zurück. Bis heute ist sie aktiv. „Was ich kann, mach ich noch mit“, berichtet die 82-Jährige, die ihren grünen Kittel stets griffbereit hat.

Die 110 Bewohner des Caritashauses werden jeden Donnerstag in Gruppen aufgeteilt. Die Ehrenamtlichen nehmen sich dann den Vormittag und den Nachmittag Zeit und widmen sich den Bedürfnissen der Bewohner. „Wir spüren, dass die Menschen sich freuen und dankbar sind“, sagt Barbara Wiegelmann. Trotzdem gibt es klare Regeln für sie und ihr Team. „Alles, was zur Pflege gehört, dürfen wir nicht“, erklärt sie. Im Umkehrschluss bedeutet das aber auch, dass sie sich mehr auf die anderen Dinge konzentrieren können. Obwohl die Zahl an Ehrenamtlichen über die Jahre hinweg immer konstant war, würde sich das St.-Vincenz-Team über weiteren Zuwachs freuen. „Die Fortbildungen werden sogar vom Diakonischen Werk unterstützt“, ergänzt Wiegelmann. Melden können sich Interessierte jederzeit unter der Rufnummer 0 43 31 / 13 71 37.

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