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Handball-Oberliga der Frauen : 23:17 – Kropperinnen feiern die Herbstmeisterschaft

vom
Aus der Redaktion der Landeszeitung

Vorweihnachtliche Bescherung für die Handballerinnen der HSG Kropp/Tetenhusen: Nicht nur, dass sich die Mannschaft mit einem 23:17-Start-Ziel-Sieg bei der HSG Jörl-Doppeleiche Viöl die Herbstmeisterschaft in der Oberliga sicherte, auch die Verfolger ließen Federn.

Vorweihnachtliche Bescherung für die Handballerinnen der HSG Kropp/Tetenhusen: Nicht nur, dass sich die Mannschaft am Sonnabend mit einem 23:17 (10:6)-Start-Ziel-Sieg bei der HSG Jörl-Doppeleiche Viöl die Herbstmeisterschaft in der Oberliga sicherte, auch die Verfolger ließen Federn. Für den TSV Wattenbek reichte es nur zu einem Unentschieden beim AMTV Hamburg. Der TSV Ellerbek, den viele Experten für den ärgsten Titelkonkurrenten der Kropperinnen halten, verlor überraschend bei Lübeck 76. Drei Punkte beträgt der Vorsprung der HSG jetzt schon auf Platz zwei. Komplett zufrieden zeigte sich Trainer Dirk Schlegel trotzdem nicht: „Wir haben noch Luft nach oben. 23 Tore dürfen nicht unser Anspruch sein. Wir haben zu viel verballert.“ Der Sieg sei jedoch nie in Gefahr geraten, so der Coach, der diesmal auf sich allein gestellt war. Lena Leptien konnte nicht mit dabei sein.

Seine Mannschaft, die zudem ohne Marie Kösling auskommen musste, nahm das Heft des Handelns von Anfang an in die Hand – trotz der suboptimalen Chancenverwertung. Die HSG ging mit 4:0 in Führung, bevor den Gastgeberinnen nach etwa zehn Minuten der erste Treffer gelang. Die Kropper Abwehr im Zusammenspiel mit Torhüterin Svenja Maelzer präsentierte sich in gewohnt guter Verfassung. Im Angriff merkte man den Gästen dagegen an, dass sie in der Eggebeker Halle auf ihre geliebte Backe verzichten mussten – auch wenn die Leistungen nicht mehr so stark abfallen wie noch vor einigen Jahren, als die HSG in wachsfreien Hallen kein Bein auf den Boden bekam. Dass das Team mittlerweile ohne Kleber Handball spielen kann, ist wohl der Tatsache geschuldet, dass es donnerstags in der Kasernenhalle in Kropp kein Wachs benutzen darf. Das schult.

Die HSG befindet sich stramm auf Meisterschaftskurs. Doch was dann? Darf die Mannschaft diesmal in die 3. Liga aufsteigen? Nach dem Abstieg 2011 hatte der Vereinsvorstand zwei Spielzeiten hintereinander keine finanziellen Möglichkeiten gesehen, trotz sportlicher Qualifikation in die 3. Liga zurückzukehren. Jetzt will das Team selbst mithelfen, seinen Aufstiegstraum wahr werden zu lassen. Schlegel verrät: „Wir als Mannschaft werden uns die nächsten Tage zusammensetzen und darüber nachdenken, wie zusätzliche Gelder akquiriert werden können.“ Hintergrund: Bis zum Frühjahr muss geklärt sein, ob der finanzielle Rahmen passt und der Meldebogen für die 3. Liga abgegeben werden kann – natürlich vorausgesetzt die sportliche Qualifikation wird erreicht. Der Kropper Vorstand kann froh sein, solch engagierte Spielerinnen in seinen Reihen zu wissen. Denn müsste er abermals den Gang in die nächsthöhere Liga verwehren, wäre es vermutlich schwierig, das Team mit vielen hoffnungsvollen und ehrgeizigen Talenten zusammenzuhalten.

HSG Kropp/Tetenhusen: Maelzer, Cornehl – Pahl (5), Paul, Rohwer (3), Ohm, Krück (2), Seidel (7/5), Jörgensen (5), Jöns, Lübker (1).

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