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Handball-Oberliga : 22:29 – Alt Duvenstedter Kollektivversagen im Derby

vom
Aus der Redaktion der Landeszeitung

Die HSG Hohn/Elsdorf verlässt nach dem Sieg über den TSV vorerst die Abstiegsränge.

Ein Spiel, ein Sieg, und schon sieht die Lage für die HSG Hohn/Elsdorf in der Handball-Oberliga der Männer wieder etwas besser aus – und für den TSV Alt Duvenstedt schlechter. Der extrem knappen Tabellensituation ist es geschuldet, dass der 29:22 (14:12)-Derbysieg die HSG auf Platz zehn hievt und den TSV (13.) auf einen Abstiegsrang abrutschen lässt. Die Erleichterung war bei HSG-Trainer Thies Schmalfeld am Freitagabend extrem groß. „Das war ein sehr wichtiger Sieg. Man hat allen angemerkt, worum es geht, und so haben wir Duvenstedt richtig erwischt.“ Thomas Carstensen sah das Ganze natürlich nicht so euphorisch: „Das war ein Kollektivversagen der gesamten Mannschaft. Ich bin schon sehr enttäuscht, denn so darf man sich weder im Abstiegskampf noch in einem Derby präsentieren“, meinte der TSV-Coach.

Trotzdem waren es die Gäste, die besser in die Partie starteten. Über Kreisläufer Matthias Koslowski, die Rückraumspieler Ruben Hagge und Sascha Schwarz sowie Linksaußen Tim Dau, der aufgrund eines Daumenbruchs eigentlich noch nicht spielen sollte, kamen die Alt Duvenstedter immer wieder zu Torerfolgen und führten 7:5. „Die haben uns richtig Probleme bereitet, so dass ich reagieren musste“, sagte Schmalfeld, der danach Thore Kuhrt vom Halb- zum Mitteverteidiger beförderte. Außerdem wechselte er Torwart Gerald Dobratz gegen Simon Treziak. Treziak verhalf der HSG mit vielen parierten Bällen zu einer 14:12-Pausenführung. Kreisanspiele der Alt Duvenstedter landeten immer häufiger in den Fängen der Hohner Abwehr, die das mit Gegenstößen durch Patrick Möller, Boris Hohnsbehn und Steffen Oeltjen bestrafte. „Wir haben einfachste technische Fehler gemacht. Pässe über drei Meter wurden auf Kniehöhe gespielt und einfach direkt zum Gegner geworfen“, bemängelte Carstensen.

Nach dem Wiederanpfiff verloren die Gäste völlig den Faden. Hohn drehte auf, so dass bei der 28:19-Führung angesichts des sicheren Sieges sogar taktische Gedanken aufkamen. „Wir wollten dann auch gern den direkten Vergleich gewinnen, darüber haben wir uns auf der Bank unterhalten“, verriet Schmalfeld. Im Hinspiel siegte der TSV mit sieben Toren (35:28) und im Hinblick auf die enge Tabellensituation dachte man auf der Bank bereits an eine mögliche Punktgleichheit beider Mannschaften zum Saisonende. Am Ende gewann die HSG mit sieben Treffern Unterschied, was reichte, um Thomas Carstensen die Laune zu verderben. „So steigen wir ganz sicher ab, da wird uns keiner helfen können“, meinte der TSV-Coach. „Das einzig Positive ist, dass wir ein Spiel weniger haben und zu Hause gegen Wift etwas gutmachen können.“

HSG Hohn/Elsdorf: Dobratz, Treziak – Thöming (3), Kuhrt, Möller (4), Oeltjen (7), Hohnsbehn (6/2), Küch, Bendixen, Petersen, Plöhn (3), Gosch (6/3), Oettershagen.
TSV Alt Duvenstedt: Klapdor, Quarck – Frahm (1), Koslowski (2), Müller, Schwarz (3), Eichstädt (6/4), Buechler, Petersen, Dau (7), Höpfner (1), Andresen, Hagge (2).

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