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Handball, 3. Liga : 22:19 – Kropperinnen beißen sich durch

vom
Aus der Redaktion der Landeszeitung

Personell gebeutelte HSG-Handballerinnen ringen Nord Harrislee nieder.

Keine 24 Stunden vor Anpfiff des Derbys sprachen die Vorzeichen gegen die Handball-Frauen der HSG Kropp-Tetenhusen. Das Training am Donnerstag musste Trainer Thomas Carstensen absagen, nur sechs gesunde Spielerinnen standen ihm zur Verfügung. Die Partie in der 3. Liga beim TSV Nord-Harrislee geriet in Gefahr. Doch die Kropperinnen bissen sich durch, feierten zwar ein Fehlerfestival, aber siegten letztlich verdient mit 22:19, nachdem sie zwischenzeitlich schon mit 5:12 zurücklagen. „Das Spiel war ein Beweis dafür, dass sich Handball zu einem großen Teil im Kopf abspielt“, stellte Carstensen nach Abpfiff fest.

Seine Spielerinnen taten sich extrem schwer in der ersten Halbzeit. Die HSG bekam zunächst kein Bein auf den Boden bekam. Carstensen: „Wir standen in der Abwehr nicht kompakt und haben vorne viel verworfen.“ Dabei ist die Abschlussquote in dieser Saison eigentlich der große Bonus der Gäste gewesen. „Normalerweise haben wir eine hohe Trefferquote“, so Carstensen. In Harrislee sah es diesmal anders aus: Die Kropperinnen warfen TSV-Torhüterin Sophie Petersen-Kröger zur „Heldin“. Folglich lag die HSG fast aussichtlos nach 30 Minuten mit 7:13 zurück. Erst danach lief es besser. Die Abwehr stand jetzt im Mittelblock massiver, ließ lieber den Außenspielerinnen ein wenig mehr Platz. Den Rest, der aufs Tor kam, erledigte meistens Torfrau Femke Lobstaedt. Ohne ihre Kollegin Christiane Sacher, die krank zu Hause blieb, lief Lobstaedt als Alleinkämpferin zwischen den Pfosten zu großer Form auf. Die Abstimmung mit ihren Vorderleuten funktionierte wesentlich besser als in Hälfte eins. Kristin Machau brachte in der 45. Minute ihre Mannschaft erstmals in Führung (16:15). Ein Sonderlob erhielt Mittelfrau Lena Schulz. „Sie hat gut die Bälle verteilt, war selbst torgefährlich und hat Siebenmeter herausgeholt“, sagte Carstensen. Auch Imke Seidel zeigte eine Leistungssteigerung zur ersten Halbzeit, wie die gesamte Mannschaft.

Jetzt stehen nur noch drei Spiele in dieser Saison auf dem Plan. Gewinnt die HSG alle, ist vielleicht sogar Platz zwei drin. Offensichtlich schwächelt die TSG Wismar auf der Zielgeraden, verlor am Wochenende gegen Frankfurt und muss noch nach Henstedt-Ulzburg und Buxtehude. Die HSG Kropp-Tetenhusen: Vizemeister der 3. Liga Nord. Das dürfte den Fans gefallen.

HSG Kropp-Tetenhusen: Lobstaedt – Pahl (3), Jörgensen , Seidel (4), Lübker, Maier (3), Schulz (5), Machau (7/3), Börnsen, Ohm, Hansen, Krück, Rohwer.

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