Handball : 21:28 auf St. Pauli – Hohn/Elsdorf unterlaufen zu viele Fehler

Wird seiner Mannschaft vorerst nicht helfen können: Jörg Gosch.
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Wird seiner Mannschaft vorerst nicht helfen können: Jörg Gosch.

Nicht nur die Niederlage macht der HSG zu schaffen. Spielmacher Jörg Gosch verletzte sich schwer.

shz.de von
10. November 2013, 23:55 Uhr

„Zwei Punkte aus den vier Spielen gegen die vier Spitzenmannschaften wären super“, hatte Thies Schmalfeld, Trainer der HSG Hohn/Elsdorf, vor den Partien gegen Ellerbek, St. Pauli, Flensburg-Handewitt II und DHK Flensborg in der Handball-Oberliga der Männer als Ziel ausgegeben. Nach der Hälfte der Spiele ist das Punktekonto noch leer. Nach dem TSV Ellerbek unterlag Hohn auch dem FC St. Pauli. Der deutliche Endstand von 28:21 (12:11) für die Hamburger basierte auf einer zweiten Halbzeit, in der der FC seiner Favoritenstellung gerecht wurde. „Das Ergebnis spiegelt nicht den Spielverlauf wider“, meinte Schmalfeld allerdings.

Zehn schwache Minuten der HSG entschieden die Partie. Zu Beginn der zweiten Hälfte fielen die Gäste von 11:12 auf 15:20 zurück. Schlagwürfe in den Block, Ballverluste durch überhastete Aktionen – schon war die an sich gute erste Halbzeit verspielt. „Da haben wir eine ansprechende Abwehrleistung geboten. Außerdem hielt Gerald Dobratz mal wieder sehr viele Bälle“, lobte Schmalfeld.

Nach dem 20:15 konnte die HSG aber nicht mehr entscheidend verkürzen. Immer wenn sie mal auf vier Tore herankam, sorgten Fehler dafür, dass es wieder fünf oder sechs wurden. „Es ist verschmerzbar, auf St. Pauli zu verlieren, aber ärgerlich, dass eigentlich klar ist, wie man auch mal gewinnen kann“, äußerte sich Schmalfeld, der die Hanseaten trotz des Haftmittelverbotes nicht als unschlagbar ansieht. „In der Abwehr waren wir schon gut davor, doch im Angriff haben wir zu viele Fehler gemacht, sodass St. Pauli immer wieder Tempogegenstöße laufen konnte. Wären wir vorn konsequenter, hätten wir eine Chance gehabt.“

Einen guten Tag hatte Ulf Thöming (sieben Tore) erwischt, doch auch Timo Petersen (fünf Tore) hinterließ einen positiven Eindruck bei seinem Trainer. Schmalfeld: „Er hat in den letzten Jahren, seit ich ihn damals aus Nortorf in die Zweite geholt habe, peu à peu Fortschritte gemacht. In der Abwehr stand er sehr gut, aber es hat mich richtig gefreut, dass er auch vorne so oft vom Kreis getroffen hat.“ Besonders bitter war neben der Niederlage, dass sich Jörg Gosch schwer am Finger verletzte. Nach einer ersten Diagnose hat sich der Spielmacher zwei Gelenke im Mittelfinger gebrochen.

HSG Hohn/Elsdorf: Dobratz, Treziak – Thöming (7), Möller (5), Oeltjen (3/2), Hohnsbehn (1), Küch, Reinsch, Petersen (5), Katzmann, Gosch, Goetzin (1).

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