zur Navigation springen

Hohenwestedt : 200 begeisterte Besucher in der Kirche

vom
Aus der Redaktion der Landeszeitung

Jahreskonzert von „Gospel & More“: Für 2015 ist eine sehr spezielle Messe geplant.

shz.de von
erstellt am 07.Okt.2014 | 06:00 Uhr

Mit stehenden Beifallsbekundungen feierten 200 Besucher die Sängerinnen und Sänger von „Gospel & More“ am Ende von deren Jahreskonzert. Anderthalb Stunden hatte der Hohenwestedter Chor sein Publikum in der Peter-Pauls-Kirche dermaßen begeistert, dass am Ende eine Zugabe fällig war. „Gospel & More“ sangen noch einmal „Come, let us sing to the Lord“ – das Lied also, das auch als Motto für das Kirchenkonzert gedient hatte.

Als der Chor das Titellied das erste Mal an diesem Abend gesungen hatte, war bereits klar gewesen, dass die Sorgen der Chorleiterin völlig unbegründet gewesen waren. „Die Generalprobe gestern war ganz wunderbar“, hatte Inken Jensen-Klose zum Auftakt des Konzerts festgestellt, „das ist ein ganz schlechtes Zeichen.“ Nach dem einleitenden „Halleluja“ und dem feierlichen „Alpha und Omega“ hatte der Chor sein erstes besonderes Highlight abgeliefert: den mit mehrfachen Tempoverschärfungen versehenen Song „King of Kings“ mit doppelter Gitarrenbegleitung von Inken Jensen-Klose und Rainer Dähling.

Wie gewohnt, demonstrierten Inken Jensen-Kloses Schützlinge bei ihrem Jahreskonzert, dass sie nicht nur deutsch und englisch, sondern auch afrikanisch („Kwaheri“) und plattdeutsch („Mien Gott, Du kennst mien Hart und Seel“) singen können. Auch ein speziell für die Kinder im Publikum einstudiertes Lied gehört zu einem „Gospel & More“-Jahreskonzert. Diesmal sang der Chor „Finster, finster“: einen achtstimmigen Kanon, bei dem die Sänger sich Gespenstersilhouetten aus Papier um den Hals hängten, das Licht in der Kirche heruntergedimmt wurde und alle Kinder mit bunten Leuchtstäbchen ausgestattet wurden.

„Eigentlich kann man ja sagen: Das ist gar nicht unsere Musik, weil wir das, was da besungen wird, nicht selbst erlebt haben“, vermerkte Inken-Jensen-Klose zwischen „Nobody knows“ und „Angels by your side.“ Gospels und Spirituals seien entstanden, weil „die Menschen so unglaublich viel Leid erfahren hatten, dass sie ihr Leben nur ertragen konnten, wenn sie gesungen haben.“ Hierzulande und heutzutage können Gospels ebenfalls eine wichtige Funktion erfüllen. „Wenn man mal eine Auszeit braucht, kann man bei dieser Musik den Alltag komplett vergessen“, sagte Inken Jensen-Klose und machte Werbung nicht nur für die Übungsabende von „Gospel & More“, sondern auch für die anderen Hohenwestedter Chöre (Peter-Pauls-Kantorei, gemischter Chor des Gesangvereins): „Kommen Sie einfach mal zu den Chorproben, egal wie alt sie sind, ob acht, 80 oder 95, beim Singen verbrennt man Kalorien, man ist hinterher so glücklich, und die Leute sind auch alle schrecklich nett.“ Für 2015 planen „Gospel & More“ eine Gospel-Messe, kündigte Inken Jensen-Klose an: „Da können Sie sich im nächsten Jahr echt auf was gefasst machen!“

zur Startseite
Karte

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen