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Handball, 3. Liga : 20 schwache Minuten kosten dem TSV Owschlag den Sieg

vom
Aus der Redaktion der Landeszeitung

Handballerinnen kassieren eine 23:26-Niederlage gegen die TSG Wismar.

Der ungeschlagene Tabellendritte der 3. Liga, die TSG Wismar, war für die Handballerinnen des TSV Owschlag eine Nummer zu groß. In eigener Halle musste sich die Mannschaft von Trainer Rainer Peetz mit 23:26 (12:15) geschlagen geben. In der Tabelle ist Owschlag jetzt Siebter.

Gegen die favorisierte TSG fingen die Gastgeberinnen richtig stürmisch an, führten nach 15 Minuten mit 10:6. Doch dann ging 20 Minuten gar nichts mehr. „Das war mehr als ärgerlich. Wir haben die Siegchance leichtfertig weggeschmissen“, sagte Peetz mit enttäuschter Stimme. Hätte der TSV über 60 Minuten das hohe Niveau der Anfangsphase halten können, wären die zwei Punkte wahrscheinlich in Owschlag geblieben.

Das Starensemble aus Wismar tat sich schwer mit der aggressiven Abwehr der Gastgeberinnen. Zudem schlossen die TSV-Angreiferinnen vorne konzentriert ab. Den Knackpunkt im Spiel seiner Mannschaft machte Peetz an einem Ballverlust beim Stand von 10:6 fest. „Wir hätten mit 11:6 in Führung gehen können, stattdessen werfen wir den Ball weg und kassieren das 10:7. Danach haben wir den Faden verloren“, berichtete Peetz. Katastrophal nannte der Coach die ungefähr 20-minütige Phase.

Eine Spitzenmannschaft wie die TSG nutzt solche Schwächen gnadenlos aus. In die Pause gingen die Gäste mit einer Drei-Tore-Führung (15:12). TSV-Schützen wie Franziska Peters oder auch Jill Sievert trafen nicht mehr so effektiv wie zu Beginn. Die kleinen Fehler im Owschlager Spiel häuften sich. Zudem kam hinzu, dass Peetz bei weitem nicht mit jeder Schiedsrichter-Entscheidung einverstanden war. „Drei der ersten zehn Wismarer Tore waren nicht regelkonform. Wer mit dem ganzen Fuß im Sechs-Meter-Kreis steht, darf kein Tor erzielen dürfen“, meinte der Trainer. Die Unparteiischen hatten jedoch nichts dagegen. Und so konnten die Gäste davonziehen und auch die zweite Halbzeit dominieren. Richtig auf die Pelle rückten die TSV-Spielerinnen ihrem Gegner nicht mehr. Vor allem TSG-Regisseurin Eva-Maria Passow durfte schalten und walten, wie sie wollte. Peetz: „Sie haben wir leider nicht in den Griff bekommen.“

Die Zuschauer, die in die Owschlager Halle gekommen waren, unterstützten ihr Team nach Leibeskräften. Traurig nur, dass erneut die Resonanz einer Drittliga-Partie nicht würdig war. 100 zahlende Fans verirrten sich auf der Tribüne. Die Owschlager Mannschaft verdient mehr Aufmerksamkeit.
Die Aufgaben für den TSV werden nicht leichter. Am kommenden Wochenende geht es zum Top-Team SV Werder Bremen.

TSV Owschlag: Fasold, Witt – Ewert (3), Trceziok (2), Sievert (2), K. Rohwer, H. Rohwer, Lyke, Zadow (2), Peters (5), Hofstetter, Stolley (9/6), K. Meenke, Stachowski.

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