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Jubiläumsfeier geplant : 20 Jahre Freundschaft zwischen Aukrug und Sien

vom
Aus der Redaktion der Landeszeitung

Am 22. und 23. August soll gefeiert werden mit Jubiläumskalender, afrikanischer Party und Baumpflanzaktion.

Am 22. und 23. August will der Verein „Partnerschaft Aukrug-Sien“ sein 20-jähriges Bestehen feiern. Bei der Vorstandssitzung am Montagabend beschlossen Vereins-Chef Reimer Reimers und seine Mitstreiter nicht nur den Termin, sondern auch schon wesentliche Programmpunkte der Feier: Am 22. August soll es einen offiziellen Empfang samt Vorstellung eines Jubiläumskalenders und Rückblick auf die bisherige Vereinsarbeit geben, und am 23. August will man zunächst morgens 20 Bäume pflanzen, ehe abends eine Party mit afrikanischer Trommelmusik gefeiert wird. Zum Festprogramm gehört auch eine Präsentation des „Bündnisses Eine Welt“ (BEI) Schleswig-Holstein, das 2014 ebenfalls sein 20-jähriges Bestehen feiert. „Das ist großartig, dass wir gemeinsam insgesamt 40 Jahre feiern können“, freute sich BEI-Koordinator Martin Weber, der mit seinen Kolleginnen Tanja Carstens und Katharina Desch an der „Aukrug-Sien“-Vorstandssitzung teilnahm.

Bei einer Vorstellungsrunde zum Auftakt der Versammlung hatte Branko Irek die Entstehungsgeschichte des Partnerschaftsvereins erläutert. „Wir haben hier 1994 ein Treffen von ehemaligen Entwicklungshelfern abgehalten, zu dem wir auch die Botschafterin von Burkina Faso und den Bürgermeister von Aukrug eingeladen hatten“, berichtete Irek, „und bei dieser Veranstaltung wurde die Idee geboren, partnerschaftliche Beziehungen zwischen den Dörfern Sien und Aukrug aufzubauen.“ „Das war reiner Zufall“, befand Reimer Reimers, „aber dann wurden die Aktivitäten immer mehr, und alles hat sich sehr gut entwickelt.“

Die „Hilfe zur Selbsthilfe“, welche die Aukruger mit ihren Projekten im burkinischen Dorf Sien leisten, erfolgt im Rahmen einer kommunalen Partnerschaft. „Wir betrachten unseren Verein mit seinen 90 Mitgliedern als Zuarbeiter der Gemeinde“, betonte Reimers und wies darauf hin, dass auch die Kommunalpolitiker beider Gemeinden offizielle Partnerschaftsurkunden unterzeichnet haben: Ende 1997 in Aukrug und Anfang 1998 in Sien.

Die Ideen für zwei Programmpunkte der 20-Jahr-Feier kommen direkt aus Sien: von Hella Kohlmeyer, die sich nach ihrem Sabbatjahr in Aukrugs Partnergemeinde (Herbst 2012 bis Sommer 2013) erneut für zwei Monate in Sien aufhält. Die ehemalige Schulleiterin von Bargstedt schlägt vor, dass anlässlich des Partnerschaftsjubiläums sowohl in Sien als auch in Aukrug je 20 Bäume gepflanzt werden. Auch die Anregung, bei der Jubiläumsfeier einen immerwährenden Kalender mit Bildern aus Sien zu präsentieren, stammt von Hella Kohlmeyer. „Sie knipst jetzt auch schon fleißig Fotos von unseren Projekten für diesen Kalender“, teilte Reimers mit.

Fotomotive gibt es genug, denn der Partnerschaftsverein hat seit 1994 viele Hilfsprojekte realisieren können, unter anderem einen Staudamm, Klassenräume für die Schule, neue Lehrerwohnungen, ein Versammlungsgebäude, neue Brunnen und eine Impfstation fürs Vieh. Das neueste Projekt ist der Bau einer Kranken- und Entbindungsstation. „Das ist ein dringlicher Wunsch, den die Dorfbevölkerung von Sien schon länger an uns herangetragen hat“, sagte Reimers. Die Gesamtkosten für so eine Krankenstation werden auf 95 000 Euro geschätzt. Der Partnerschaftsverein hofft wie beim Schulbauprojekt vor vier Jahren auf eine 72-prozentige Förderung durch das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit (BMZ).

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erstellt am 28.Jan.2014 | 18:45 Uhr

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