Erfde : 2,9 Millionen Euro für Eider-Treene-Sorge-Region

Süderstapel ist Teil der malerischen Landschaft der Eider-Treene-Sorge-Region.
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Süderstapel ist Teil der malerischen Landschaft der Eider-Treene-Sorge-Region.

Aktivregion erhält Geld aus dem Landwirtschaftsfond der EU. Fördermöglichkeiten gibt es auch für innovative Dienstleistungen privater Projektträger.

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16. Januar 2015, 06:00 Uhr

Jetzt ist es offiziell: Der Aktivregion Eider-Treene-Sorge stehen bis 2020 etwa 2,9 Millionen aus dem Europäischen Landwirtschaftsfonds für die Entwicklung des ländlichen Raums (ELER) zur Verfügung. Die Anerkennung wurde in Form einer Urkunde des Ministeriums für Energiewende, Landwirtschaft, Umwelt und ländliche Räume bestätigt.

Bereits vor einigen Wochen hatten die Aktivregionen in Schleswig-Holstein eine erste Rückmeldung in Form von Ampelfarben erhalten. Für die Flusslandschaft Eider-Treene-Sorge zeigte das Verkehrslicht die Farbe Grün. „Das war natürlich ein tolles Signal für unsere Arbeit, aber doch nur ein vorläufiger Erfolg“, gibt Stefan Ploog, der 1. Vorsitzende des Vereins, zu. Umso größer sei die Freude beim Vorstand gewesen, als man die offizielle Anerkennungsurkunde in den Händen gehalten habe. Ploog blickt zuversichtlich nach vorn: „Jetzt wollen wir zügig an die guten Erfahrungen der vergangenen Förderperiode anknüpfen.“

Die Aktivregion nimmt sich der Herausforderungen des ländlichen Raums auf innovative Weise an. Im Förderschwerpunkt nachhaltige Daseinsvorsorge wird ein zweistufiger Umsetzungswettbewerb ausgeschrieben. Dieser soll Anreize für öffentliche Projektträger schaffen, sich konkrete Gedanken um zukunftsfähige Lösungen zu machen. Handlungsbedarf gibt es genug, unter anderem bei den Auswirkungen des demografischen Wandels. Eine wichtige Aufgabe ist etwa die Sicherung von Einkaufsmöglichkeiten und sozialen Treffpunkten sowie deren Erreichbarkeit. Die Teilnahme am Wettbewerb verlangt in einem ersten Schritt ein konzeptionelles Gutachten, um eine hohe Qualität der Bewerbungen zu sichern. Nach der Auswahl durch den Vorstand erhalten die besten fünf Konzepte jeweils 125  000 für Umsetzungsmaßnahmen – bei einer Mindestinvestition von 250  000 Euro.

Auch die großen Themen Klimawandel und Bildung stehen auf der Agenda. In der Bildung liegt der Fokus auf der Vernetzung bestehender Einrichtungen, aber auch investive Maßnahmen werden gefördert. Der Umwelt wird mit dem Klimapakt Eider-Treene-Sorge Rechnung getragen. Sein Ziel ist die Sensibilisierung der Bürger und Kommunen zu Klima- und Energiefragen. Über einen weiteren Förderschwerpunkt, Innovative Dienstleistungen und Produkte, dürften sich vor allem private Projektträger freuen. Der Verein will damit bewusst neuen Ideen Raum geben und möglichst viele Bürger in die Regionalentwicklung einbinden.

Dass das Förderinstrument Aktivregion keine statische Einrichtung ist, weiß auch Stefan Ploog: „Die Aktivregion ist sehr lebendig und für uns alle ein Lernprozess. Sobald es losgeht, gilt: Je mehr Menschen sich dabei engagieren, desto besser wird auch das Ergebnis.“ Zurzeit läuft die Neuausschreibung der Geschäftsstelle des Vereins. Wenn die Entscheidung für das zukünftige Regionalmanagement getroffen ist, kann die lokale Aktionsgruppe mit der Projektarbeit beginnen. Ganz nach dem Motto, das sich die Akteure bei der Erstellung ihrer Strategie gegeben haben: „Wir wollen leben wie in der Stadt – so schön wie auf dem Land!“

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