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Landeszeitung

19. November 2017 | 04:19 Uhr

Rendsburg : 1A-Kanalblick für 40 Wohnmobile

vom
Aus der Redaktion der Landeszeitung

Die Pläne für die touristische Nutzung der Fläche neben der Eisenbahnhochbrücke werden konkret. Noch in diesem Jahr sollen bis zu 40 Stellplätze am Kreishafen eingeweiht werden.

shz.de von
erstellt am 17.Mai.2016 | 18:45 Uhr

Die Pläne der Wirtschaftsförderungsgesellschaft des Kreises Rendsburg-Eckernförde (WFG), unmittelbar neben dem Kreishafen Stellplätze für Wohnmobile zu errichten, nehmen konkrete Form an. Bereits in der kommenden Woche soll der Rendsburger Bauausschuss (Dienstag, 24. Mai, 18 Uhr, Altes Rathaus) einen Bebauungsplan für das betreffende Areal auf den Weg bringen. Ohne diese planerische Grundlage können die Wirtschaftsförderer keinen Bauantrag stellen. Noch in diesem Jahr, so das Ziel von WFG-Chef Kai Lass, sollen die ersten Wohnmobile mit offizieller Genehmigung in dem Bereich zwischen der Eisenbahnhochbrücke und dem umzäunten Kreishafen-Areal stehen können.

Die bisherige Konzeption sieht auf einer etwa 35 mal 180 Meter großen Fläche 40 Stellplätze in zwei Reihen vor. Die Parzellen sollen nur durch Linien voneinander getrennt werden. Die Ver- und Entsorgungspunkte werden so platziert und konstruiert, dass sie innerhalb kurzer Zeit wieder abgebaut werden können. Dadurch soll die Asphaltfläche für große Veranstaltungen wie den Ruder-Cup wie in den vergangenen Jahren uneingeschränkt zur Verfügung stehen.

Das größte Plus des Platzes ist seine Lage: Zumindest auf den vorderen zehn Stellplätzen ist die Sicht auf den Nord-Ostsee-Kanal und die vorbeiziehenden Schiffe ohne Behinderung frei. Dank der langen Geraden, die bis zum Gerhardshain reicht, können aus Richtung Brunsbüttel kommende Schiffe minutenlang beobachtet und fotografiert werden. Auch die Schwebefähre – sollte sie denn irgendwann wieder ihren Betrieb aufnehmen – hat man bestens im Blick.

Man plane keinen Campingplatz, betonte Kai Lass, sondern „temporäre Wohnmobil-Plätze mit eingeschränkter Aufenthaltsdauer“. Federführend sei die Mitte vergangenen Jahres von der Muttergesellschaft abgetrennte WFG Infrastruktur GmbH. Sie übernimmt laut Beschlussvorlage die anfallenden Kosten für Planungen und Gutachten. Lass bestätigte Informationen, nach denen der Kreishafen-Betreiber mit dem Osterrönfelder Unternehmen „Spann...an“ in engen Verhandlungen steht, was den Betrieb des Platzes angeht. „Uns fehlt das Know-how, um solche Stellplätze zu betreiben, das können andere besser.“ In diesem Punkt könne man eine Entscheidung erst nach Abschluss des Genehmigungsverfahrens fällen.

„Spann...an“-Geschäftsführer Bernd Eichstedt bestätigte auf Anfrage der Landeszeitung, dass man als möglicher Betreiber im Gespräch sein. Entschieden sei jedoch noch nichts. Der Bedarf für weitere 20 Stellplätze am Nord-Ostsee-Kanal ist seiner Meinung nach vorhanden. „Die Lage ist entscheidend“, sagte Eichstedt, der auch die 33 geplanten Wohnmobil-Stellplätze am „Kanal-Café“ in Osterrönfeld (wir berichten) betreiben will. Vor allem die Plätze in der ersten Reihe seien in den Sommermonaten schnell belegt, so der Reisemobil-Spezialist, der mit seiner Firma seit fast 25 Jahren im Geschäft ist.

Zusammen mit dem grunderneuerten Restaurant „Brückenterrassen“, das sich ebenfalls am Fuße der Eisenbahnhochbrücke befindet, könne der Stellplatz zu einem touristischen Hotspot für die gesamte Region Rendsburg werden, meint WFG-Chef Lass. Fehlt zum Glück nur noch eine funktionierende Schwebefähre. In diesem Punkt ist Lass weniger optimistisch, dass es schnell zu einer guten Lösung kommt. Sein Gefühl sage ihm, dass die Reparatur länger dauern werde als bisher prognostiziert. „Die Stellplätze am Kreishafen werden fertig, bevor die Schwebefähre wieder verkehrt“, diese Wette gehe er ein.

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