Fussball : 19:28 – Schülp/Westerrönfeld/RD im Angriff zu harmlos

Starke Leistung am Kreis: Schülp/Westerrönfelds Kevin Schöler (re.).
Starke Leistung am Kreis: Schülp/Westerrönfelds Kevin Schöler (re.).

In der Oberliga HH/SH unterliegt die HSG einmal mehr sehr deutlich.

Avatar_shz von
10. November 2013, 23:52 Uhr

„Ich will nicht wieder mit zehn Toren verlieren“, hatte Gunnar Kociok vor dem Spiel der HSG Schülp/Westerrönfeld/RD in der Handball-Oberliga der Männer beim TSV Ellerbek gesagt. In der vergangenen Saison kam sein Team mit 18:30 unter die Räder. Am Sonnabend hat er sein Ziel erreicht, denn die HSG verlor „nur“ mit neun Toren. Aber: Das 19:28 (8:16) war natürlich kein Grund zur Freude für den HSG-Coach.

Zwar war vorher klar, dass die Auswärtsfahrt wenig erfolgreich verlaufen könnte. Der TSV Ellerbek ist souveräner Oberligazweiter, Westerrönfeld nun Zehnter. Doch wenn man von den letzten sieben Spielen sechs verliert, schlägt das aufs Gemüt, egal, ob es sich bei den Gegnern fast nur um besser platzierte Teams handelte. Nachdenklich stimmte Kociok diesmal vor allem die dürftige Torausbeute. Acht Tore in der ersten Halbzeit, elf in der zweiten. „So gewinnt man nicht mal ein Heimspiel“, stellte der Trainer fest. Schon beim FC St. Pauli lief es beim 18:30 (7:12) im September derart schlecht. „Ellerbek hat eine starke Abwehr, aber leider kann man nicht sagen, dass die Ballgewinne ihrer Stärke zuzuschreiben sind. Es klappt zu häufig nicht mal der Pass über zwei Meter“, klagte Kociok. Nur fünf Minuten lang hielt die HSG so mit, danach entfernte sich der TSV auf Nimmerwiedersehen.

Der Trainer hatte seine Startsieben verändert, brachte Janek Fisch auf Halblinks, setzte Jens-Christian Woldt auf die Mitte, Fabian Cohrt auf Halbrechts und Philip Moreau an den Kreis. Nach 15 Minuten sah er jedoch ein, dass diese Aufstellung überarbeitungsbedürftig war und wechselte durch. Erfolg brachten aber auch alle weiteren Wechsel nicht. „Wir haben den Gegner durch die Fehler regelrecht dazu aufgefordert, uns ein paar Tore reinzuhauen“, bemängelte Kociok, der nach dem Spiel noch keinen Lösungsansatz parat hatte. „Vielleicht ist es die Nervosität, vielleicht fehlt die Abgebrühtheit, auf jeden Fall machen wir aber zu viele unnötige Fehler“, sagte er.

In den letzten Jahren sorgte Jens-Christian Woldt als verlässliche Tormaschine dafür, dass die HSG im Spiel blieb, doch der Halblinke trifft in dieser Saison bisher nicht so regelmäßig wie sonst. „Es gibt bei uns viel zu ergründen. Bis zum zweiten Spieltag lief es noch, wir haben trotz personeller Ausfälle gut gespielt, aber seitdem ist der Wurm drin. Wir sind ständig in regem Kontakt miteinander, damit es in nächster Zeit wieder besser läuft“, erklärt der Trainer. Trotz der vielen negativen Eindrücke blieb jedoch auch ein positiver. Kevin Schöler, der über weite Strecken am Kreis spielen durfte, verdiente sich ein Lob. „Er stand sehr gut im Mittelblock und agierte sehr lauffreudig.“

Erfreulich ist, dass die nächste Fahrt nach Hamburg erst am 8. März ansteht, denn offenbar scheint die Hansestadt kein gutes Pflaster für Westerrönfeld zu sein. Nicht nur vier Punkte kosteten die Auswärtsfahrten nach St. Pauli und Ellerbek, sondern auch zwei Autos. Diesmal traf es den Audi des Trainers, der mit einem Platten kurz hinter Westerrönfeld eilig getauscht werden musste.

HSG Schülp/W’feld/RD: Burchert – Cardis (4), Hohnsbehn, Schrader (3/2), Jüschke (1), Fisch (2), C. Cohrt (2), Petriesas (3), Woldt (2), Moreau, Seehase, F. Cohrt, Schöler (2).


zur Startseite
Karte

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen