Fest : 175 Jahre jung und groß in Form

Das Jagdhornbläserkorps Hohenwestedt spielte unter anderem die Hegewald-Fanfare.
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Das Jagdhornbläserkorps Hohenwestedt spielte unter anderem die Hegewald-Fanfare.

Jubiläumskonzert zu Ehren des Hohenwestedter Gesangvereins. Musikgruppen der Gemeinde gratulierten mit Auftritten.

shz.de von
23. Juni 2018, 18:42 Uhr

Hohenwestedt | Fast fünf Stunden Musik von vier Chören, drei Musikzügen und zwei Instrumentalgruppen: Das Jubiläumskonzert, das der Hohenwestedter Gesangverein anlässlich seines 175-jährigen Bestehens auf die Beine stellte, konnte sich sehen und hören lassen. Unter dem Motto „Musik überwindet Grenzen“ präsentierte sich in der Sporthalle der „Schule Hohe Geest“ alles, was die Gemeinde Hohenwestedt in musikalischer Hinsicht zu bieten hat.

„Wir gehören zu den ältesten Chören Schleswig-Holsteins“, stellte Gesangvereins-Chefin Marlies Rohweder-Struve fest, als sie am Sonnabend um kurz nach 13 Uhr das große Jubiläumskonzert in der Sporthalle in der Rektor-Wurr-Straße eröffnete. Der Hohenwestedter Gesangverein wurde 1843 gegründet und war dann erstmal über 100 Jahre lang ein reiner Männerclub. 1951 wurde ein gemischter Chor ins Leben gerufen. Der Männerchor stellte 1997 den Betrieb ein, so dass es seitdem der gemischte Chor allein ist, der die Vereinshistorie weiterführt.

Zum Auftakt der 175-Jahr-Feierlichkeiten gab es am Freitagabend einen Festkommers im Sport- und Jugendheim. Zu den geladenen Gästen zählte auch der Präsident des Sängerbunds Schleswig-Holsteinischen (SSH), Bernd Küpperbusch, der die offizielle Ehrung des Hohenwestedter Gesangvereins vornahm, indem er eine SSH-Jubiläumsurkunde zum 175-jährigen Bestehen an die Vorsitzende Marlies Rohweder-Struve überreichte.

Am Sonnabend wollte der Gesangverein sein Jubiläum dann mit der ganzen Bevölkerung feiern – und los ging’s um 11 Uhr mit einem Platzkonzert am Rande des Marktplatzes, bei dem zwei Orchester eine Stunde lang für das Publikum spielten: der Feuerwehrmusikzug Hohenwestedt und der Spielmannszug des MTSV Hohenwestedt.

Ein weiteres Orchester übernahm die Eröffnung des Jubiläumskonzerts, das um 13 Uhr in der Sporthalle der „Schule Hohe Geest“ begann: der Kyffhäuser-Landesjugendmusikzug aus Nindorf. „175 Jahre sind ein tolles Jubiläum“, befand Bürgermeister Jan Butenschön in seiner Festansprache: „Es ist eine tolle Leistung, wenn es gelingt, über einen so langen Zeitraum die Tradition fortzuführen und das Liedgut weiterzutragen.“ Der Gesangverein sei knapp hinter der 1836 gegründeten Gilde der zweitälteste Verein der Gemeinde, bemerkte Butenschön. „Der Gesangverein ist ein sehr lebendiger Teil unserer Vereinslandschaft“, lobte der Bürgermeister die Jubilare, die gleich anschließend zu großer Form aufliefen. Unter der Leitung von Klaus Burmeister sang der gemischte Chor des Hohenwestedter Gesangvereins „Moin, leeve Lüüd“, die Europa-Hymne und „Ihr von morgen“.

Das Jagdhornbläserkorps Hohenwestedt, das bei den Landesmeisterschaften in Husum in der Vorwoche den dritten Platz in der höchsten Wertungsklasse G erreicht hatte, spielte unter anderem die Hegewald-Fanfare für das begeisterte Publikum, und die Mädchen und Jungen des Kita-Chors präsentierten sich als „Froschbrigade“. Die Peter-Pauls-Kantorei sang die deutsche Fassung von John Rutters Segenslied, das bei der Hochzeit von Prinz Harry und seiner Meghan zu hören war.

Nach „Gospel & More“, dem Feuerwehrmusikzug, dem MTSV-Spielmannszug und der Gitarrengruppe von Martha Hauschildt leitete der gemischte Chor das Finale mit dem Lied „Alles hat seine Zeit“ ein, und zum Abschluss sangen alle Musiker und Gäste gemeinsam das Schleswig-Holstein-Lied.

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