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Baubeginn im April : 175 000 Euro für bessere Radwege

vom
Aus der Redaktion der Landeszeitung

Im Frühjahr beginnen die Sanierungsarbeiten entlang von acht Kreisstraßen. Auswahl der Wege anhand von Zustand und Frequentierung.

Ob Schul- oder Arbeitsweg, ob mit den Kindern oder sportlich auf dem Rennrad: Die Menschen aus dem Kreis Rendsburg-Eckernförde treten oft und gern in die Pedale. Damit das Radfahren nicht zur Tortur auf einer Buckelpiste wird, saniert der Kreis im kommenden Jahr die schlimmsten Schäden an den Radwegen. Ab dem 11. April will der Landesbetrieb Straßenbau und Verkehr (LBV) den Rissen, Löchern, Hubbeln und Absenkungen zu Leibe rücken.

Ausgebessert werden sollen Schadstellen an den Radwegen entlang der Kreisstraßen 1 (Rendsburg-Nord in Richtung Kreisverkehr), 3 und 4 (Melsdorf in Richtung Ottendorf), 32 (Schönwohld in Richtung Rumohr), 67 (Ortsdurchfahrt Bredenbek), 82 ( Nienborstel in Richtung Todenbüttel), 90 (Levensau in Richtung Warleberg) und 93 (Achterwehr in Richtung Kiel). „Es handelt sich um eine punktuelle Schadstellensanierung. Das bedeutet, dass nicht die gesamte Decke des Radweges erneuert wird“, erklärt Dr. Martin Kruse, Fachbereichsleiter für Regionalentwicklung, Bauen und Schule beim Kreis. Insgesamt werden für die Ausbesserungen 175  000 Euro ausgegeben. 100  000 Euro davon stammen aus einem Extra-Programm, das eigentlich schon in diesem Jahr umgesetzt werden sollte. „Nach der ersten Ausschreibung haben wir allerdings keine Angebote erhalten. Dieses Mal gab es vier Bewerber“, so Kruse. Die Auswahl der Radwege, die nun saniert werden, fiel anhand der Kriterien Zustand und Frequentierung. Bei letzterem beruft sich der Landesbetrieb auf Auskünfte der Gemeinden und Straßenmeistereien. „Für einige Straßenabschnitte gibt es außerdem auch Daten aus Verkehrszählungen. Die werden vorgenommen, wenn eine Gemeinde etwa eine Ampel beantragt hat“, erläutert Ingo Kreutzfeldt, Sachgebietsleiter für Straßenbetrieb und Verkehrssicherheit bei der Rendsburger Niederlassung des LBV.

Im Winter könne man mit den Arbeiten nicht beginnen, weil das benötigte Material ab Januar nicht zu bekommen sei, so der Fachmann. Wenn alles bleibt wie bisher geplant, soll die Sanierung am 11. April beginnen und schon in der ersten Maiwoche abgeschlossen sein. Dabei werden drei Verfahren angewendet: die Asphaltbauweise, die flexible Kiestrag- und Deckschicht sowie die Rissesanierung. Während der Arbeiten sind die Radwege komplett gesperrt, Radfahrer werden auf die Straße umgeleitet.

Die häufigsten Schäden an den Radwegen im Kreis sind laut Kreutzfeldt Risse durch Wurzeln oder durch das Alter bedingte Spannungsrisse und sogenannte Kornausbrüche aus der Fahrbahndecke. „Der Asphalt auf den Radwegen ist nicht so dick wie auf den Straßen“, erklärt Ingo Kreutzfeldt. Martin Kruse sieht in der Sanierung der Radwege einen weiteren Schritt in puncto Erhalt der Infrastruktur im Kreis Rendsburg-Eckernförde. Bedeutend sei hier außerdem das Zehn-Jahres-Programm für die Kreisstraßen. Dieses sieht vor, 167 Kilometer einer Deckenerneuerung zu unterziehen. Auch für 2016 hat er Hoffnung, dass das Extra-Programm für die Radwege fortgeschrieben wird – es sei zumindest eine entsprechende Haushaltsposition in Höhe von nochmals 100  000 Euro vorgesehen. Diese muss nur noch abschließend vom Umwelt- und Bauausschuss bewilligt werden.

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erstellt am 29.Dez.2015 | 06:00 Uhr

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