Handball, 3. Liga : 17:28 – Kropperinnen im Spitzenspiel ohne die nötige Präsenz

Konnte mit dem Auftritt seiner Mannschaft in Bremen nicht zufrieden sein. Trainer Thomas Carstensen.
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Konnte mit dem Auftritt seiner Mannschaft in Bremen nicht zufrieden sein. Trainer Thomas Carstensen.

Eine schlechte Abschlussquote und eine Vielzahl technischer Fehler machen einen Erfolg der HSG-Handballerinnen in Bremen unmöglich.

shz.de von
26. Januar 2015, 06:00 Uhr

Es ist noch gar nicht so lange her, dass die Drittliga-Handballerinnen der HSG Kropp-Tetenhusen 19 Tore geworfen haben – wohlgemerkt in einer Halbzeit. Das war Anfang Dezember gegen Schwerin. Am Sonnabend gelangen der Mannschaft von Trainer Thomas Carstensen 17 Tore – in den gesamten 60 Minuten. Saison-Minusrekord! Der SV Werder Bremen war an diesem Tag Minimum eine Nummer zu groß für die Schleswig-Holsteinerinnen. „Wir waren gedanklich nicht präsent, Bremen ist wesentlich souveräner aufgetreten“, resümierte Carstensen. Hinzu kam eine ungewohnt schlechte Abschlussquote im Angriff und technische Fehler am laufenden Band.

Es war ein ganz anderes Spitzenspiel als vor einer Woche, als die HSG zu Hause gegen die TSG Wismar zwar auch verlor, dabei aber eine kämpferisch zufriedenstellende Leistung bot. Diesmal konnte Carstensen mit der Performance nicht einverstanden sein. Er betrieb Ursachenforschung. „Man merkt einfach, dass einige Spielerinnen mehr grübeln als in der Hinrunde. Auch was den geplanten Zusammenschluss mit dem TSV Owschlag angeht“, erzählt der Trainer. Zudem sei die Tabellenkonstellation nicht gerade motivationsfördernd. Nach oben wie nach unten geht eigentlich nichts mehr. Die HSG kann weder Meister werden noch absteigen. Möglicherweise auch ein Grund, warum es den Kropperinnen derzeit an Fokussierung mangelt. Für die individuell starken Bremerinnen war es ein Leichtes, dieses Spiel nach Hause zu bringen. Carstensen mochte keine seiner Spielerinnen hervorheben, zu unauffällig agierte das gesamte Kollektiv. Die einzige gute Nachricht: Es gab keine Verletzten.

Carstensen muss jetzt als Mentaltrainer sein Team wieder aufrichten. Zwei Wochen hat er dafür im Training Zeit. Kommendes Wochenende ist spielfrei. Danach steht das Derby gegen den TSV Owschlag an. Vielleicht ein Spiel gegen künftige Teamkolleginnen.

HSG Kropp-Tetenhusen: Sacher, Lobstädt – Pahl, Jörgensen (1), Seidel (3), Lübker, Maier, Schulz (4), Machau (6/2), Börnsen , Ohm , Rohwer, Krück (1), Hansen (2).

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