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BBZ Rendsburg-Eckernförde : 16 Jahre Arbeit für ein gutes Klima an der Berufschule

vom
Aus der Redaktion der Landeszeitung

Horst Möhring geht als Leiter des Berufsbildungszentrums Rendsburg-Eckernförde in den Ruhestand.

shz.de von
erstellt am 29.Jan.2014 | 06:00 Uhr

Der Leiter und Geschäftsführer des Berufsbildungszentrums (BBZ) des Kreises Rendsburg-Eckernförde, Horst Möhring (65) geht zum Ende des Monats in den Ruhestand. In einer Feierstunde ist er gestern in der Aula der Rendsburger Niederlassung an der Kieler Straße verabschiedet worden.

Horst Möhring blickt zufrieden auf seine Zeit im Schuldienst zurück. 38 Jahre lang war er tätig, die letzten 16 Jahre als Leiter. „Ich kam als Quereinsteiger zum Lehrerberuf“, sagt er. Nach seinem Studium des Wirtschaftsingenieurwesens ging es für ihn direkt ins Referendariat in Rheinland-Pfalz. Das Land habe damals direkt bei Studienabsolventen für den Beruf des Berufschullehrers geworben. „Ich habe bereits als Assistent an der Uni junge Studentengruppen unterrichtet. Das hat mir so einen Spaß gemacht, dass ich mich für das Referendariat entschieden habe – gegen den Willen meines Vaters. Der hätte mich lieber in der Industrie gesehen“, sagt Horst Möhring. Er blieb dabei und wurde Lehrer für Wirtschaft und Mathematik. Dabei habe es ihm gefallen, mit jungen Menschen zu tun zu haben, gleichzeitig aber auch gestalten zu können.

1998 bekam Horst Möhring mehr Gestaltungsfreiheit, als er die Leitung der Eckernförder Berufschule übernahm. Fünf Jahre später kam die Rendsburger Berufschule hinzu. Als beide Einrichtungen 2009 zum BBZ zusammengelegt wurden, legte Möhring den Unterricht nieder, um den Funktionen als Leiter und Geschäftsführer nachzukommen.

„Ich wollte mich für junge Menschen in der Region einsetzen“, beschreibt er sein Motiv für die Übernahme der Leitung. Dabei sei es ihm immer wichtig gewesen, ein lernförderndes Klima in der Schule zu schaffen. „Dazu gehört die Wertschätzung für jeden Schüler. Auch die Lehrer meines Kollegiums sollten sich immer in die Schüler hineinversetzen können.“ Zudem sei es wichtig, attraktive Bildungsangebote vorzuhalten. In seine Amtszeit fällt die Entwicklung von zehn neuen Bildungsgängen. Dazu zählen die Landesberufschulen für Metallgestaltung und für Marketingkommunikation. Außerdem trieb Möhring den Ausbau der Beruflichen Gymnasien am Standort Eckernförde voran. Der jüngste der neuen Bildungsgänge ist die Fachschule für Sozialpädagogik. Sie befindet sich in ihrem zweiten Jahr.

Zum Ende seiner Laufbahn stellt Horst Möhring fest: „Es gibt ein Leben nach dem BBZ.“ Jedoch möchte er sich weiter ehrenamtlich mit der beruflichen Bildung beschäftigen, vielleicht in unabhängigen Arbeitskreisen. Zudem widmet sich der Vater zweier erwachsener Kinder gemeinsam mit seiner Frau dem Reisen, Haus und Garten sowie der Musik und dem Sport.

Horst Möhrings Nachfolge steht noch nicht fest, nachdem ein Bewerber eine Konkurrentenklage gegen den Favoriten des Bildungsministeriums eingelegt hat (wir berichteten).

 

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