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Wettkämpfe : 1500 Retter ermitteln ihre Meister

vom
Aus der Redaktion der Landeszeitung

Schwimmer der Deutschen Lebens-Rettungs-Gesellschaft aus dem ganzen Land treffen sich in Rendsburg.

Die Stadt ist fest in Schwimmerhand. Rendsburg ist noch bis morgen Austragungsort des 31. Landesjugendtreffens der Deutschen-Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) Schleswig-Holstein. Insgesamt 1500 junge Schwimmer sind angereist. Gleichzeitig werden im Schwimmzentrum die besten Wasserretter des Landes ermittelt.

In den Disziplinen und Altersklassen müssen schwere Puppen durchs Wasser geschleppt, Hindernisse untertaucht und Kurzstrecken gesprintet werden. Dabei gilt es für die Einzelschwimmer und Mannschaften, möglichst gute Zeiten zu erreichen, um sich für die Deutschen Meisterschaften im November in Hagen (NRW) zu platzieren.

Zu Einzelwettkämpfen traten gestern 900 junge Sportler an. Zwischen ihren Starts erhielten sie Gelegenheit, Rendsburg kennenzulernen, zum Beispiel bei einer Stadtrallye. Aber die Organisatoren der DLRG-Rendsburg und des Landesverbandes haben sich noch viele weitere Aktivitäten einfallen lassen, um das Treffen für die Teilnehmer interessant zu gestalten. Sie fuhren mit einem Drachenboot sowie Kanus über die Obereider und schauten sich auf dem Nato-Flugplatz in Hohn eine Transall-Transportmaschine an. „Rendsburg von oben“ war von der Eisenbahnhochbrücke zu besichtigen. Wem der Sinn nach Süßem stand, konnte „Schokocrossies“ selbst herstellen.

Heute messen sich die Mannschaften. Nach der Siegerehrung am Abend steht eine große Abschlussparty auf dem Programm. Morgen früh werden die Quartiere in der Herderschule, im Helene-Lange-Gymnasium und im von beiden Schulen genutzten ehemaligen Stabsgebäude der Eider-Kaserne wieder verlassen. Dann geht es nach Hause.

Gestern hatte der DLRG-Jugendvorstand Organisatoren und Politiker zu einer Feierstunde in die Aula der Herderschule eingeladen. Die Landesvorsitzende Alina Weckelmann aus Schwentinental (Kreis Plön) beklagte den großen Aufwand „von der Erstellung eines Sicherheitskonzepts bis hin zu vielen Behördengängen“, um eine solch große Jugendveranstaltung durchzuführen. Das sei mit ehrenamtlichen Mitarbeitern kaum zu schaffen. Diese Kritik griff Landtagspräsident Klaus Schlie auf. Er sprach sich dafür aus, „die Bürokratie auf das absolut Notwendige zu reduzieren.“ Die DLRG leiste eine herausragende Jugendarbeit, so Schlie. Die Mitglieder seien der „Motor für Sicherheit an den Stränden“. Dafür gebühre der DLRG doppelten Respekt. Schlie ist selbst seit 40 Jahren Mitglied. Sein Sohn Claas leitet das Ressort Rettungssport im Landesverband.

Sportminister Stefan Studt dankte den Rettungsschwimmern dafür, dass sie an Nord- und Ostsee sowie den Binnenseen ehrenamtlich für Sicherheit sorgen. „Das wäre aus staatlichen Mitteln gar nicht zu finanzieren“, sagte er. Zudem sei die DLRG maßgeblich daran beteiligt, die Schwimmkompetenz zu fördern. „Schwimmen lernen in der Grundschule“ sei das Ziel. Bisher könnten nur etwa 50 Prozent der Kinder nach Ende der Grundschulzeit schwimmen. Studt erinnerte daran, dass die Landesregierung in den vergangenen drei Jahren 6,7 Millionen Euro für die Sanierung von Schwimmbädern zur Verfügung gestellt hat.

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